Landesvertreter bei Klimaschutzkonferenz einig: "Jetzt handeln"

Erstmals trafen sich die klimaschutzverantwortlichen Regierungsmitglieder der Bundesländer Mitte September 2019 zu einer Konferenz im Wiener Rathaus (Österreich) um mit VertreterInnen der Wissenschaft und SektionsleiterInnen des- Verkehrs-, Umwelt- und Finanzministeriums über den Klimaschutz zu diskutieren. "Es muss gehandelt werden - nicht morgen, sondern heute", waren sich die Landesräte einig. Mehr über

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Fotos (c): PID/Christian Fürthner, Bgld. Landesmedienservice

 

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Appell an die Regierung & der nationale Energie- und Klimaplan

EroeffnungKlimaschutzlandesraetInnenKonferenzFotoPIDChristianFuerthnerEs herrscht "dringender Überarbeitungsbedarf beim Nationalen Energie- und Klimaplan", appellieren die KlimaschutzlandesrätInnen in einer Resolution an die Bundesregierung umgehend mit den Vorbereitungsarbeiten für eine aufkommensneutrale, sozial-ökologische Steuerreform zu beginnen.

Birgit Hebein, Wiener Vizebürgermeisterin und Klimaschutzstadträtin: "Amazonasbrände, ein Rekordsommer in Wien mit 45 Tagen über 30 Grad und plus zwei Grad in Österreich seit 1980 sind Warnung genug: Die Zeit drängt. Wir tragen Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder, die CO2-Emissionen jetzt drastisch zu senken und eine öko-soziale Steuerreform auf den Weg zu bringen".

Astrid Eisenkopf, die burgenländische Klimaschutzlandesrätin: "Mit der burgenländischen Klima- und Energiestrategie soll der Weg zu einem klimaneutralen Burgenland im Jahr 2050 mit konkreten Maßnahmen beschritten werden. Die Landwirtschaft trägt maßgeblich zum Klimawandel bei und ist selbst auch stark davon betroffen. Wir müssen die Landwirtschaft generell klimafreundlicher machen und den Anteil der biologischen Landwirtschaft deutlich erhöhen".

Trotz Wahlkampf Einigkeit

Ingrid Felipe, die Tiroler Landeshauptmannstellvertreterin und Klimaschuztlandesrätin: "Die erstmalige Einberufung einer außerordentlichen Klimaschutzkonferenz in Österreich zeigt die Dringlichkeit des Themas, aber auch, dass sich die zuständigen LandesrätInnen trotz des intensiven Wahlkampfes einig sind, dass in Sachen Klima gehandelt werden muss. 2020 wird die KlimaschutzreferentInnen Konferenz in Tirol stattfinden. Bis dahin erwarte ich mir ganz klare Schritte hin zu einer sozialverträglichen Ökologisierung unseres Steuersystems und ein eindeutiges Bekenntnis der neuen Bundesregierung zu einem aktiven und wirkungsvollen Klimaschutz".

"In entscheidender Phase"

KlimaschutzreferentInnenkonferenz WienFotoBgldLandesmedienserviceRudi Anschober, der Klimaschutzlandesrat aus Oberösterreich: "Wir befinden uns in der entscheidenden Phase für den Klimaschutz: Nach 30 Jahren nicht umgesetzter Ankündigungen und gebrochener Versprechen müssen bis Jahresende die Weichen dafür gestellt werden, dass in den nächsten zehn Jahren die CO2-Emissionen auch in Österreich und Oberösterreich drastisch verringert werden".

Johannes Rauch, der Umwelt- und Klimaschutzlandesrat aus Vorarlberg: "Wir haben es satt, dass wir als Bundesländer unsere Hausaufgaben erfüllen und trotzdem sehenden Auges in Strafzahlungen laufen müssen, weil der Bund seine Verantwortung nicht ernst nimmt. Die heutige KlimalandesreferentInnenkonferenz ist eine Notwehraktion. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren".

"Wir sind es der nächsten Generation schuldig"

Heinrich Schellhorn, der Salzburger Landeshauptmannstellvertreter und Klimaschutzlandesrat: "Der Klimawandel ist die größte gesellschaftliche Herausforderung, vor der wir derzeit stehen. Wir sind es den nächsten Generationen schuldig, hier rasch an Lösungen zu arbeiten, um der Klimakrise mit aller Kraft und Energie entgegenzutreten. Ein umfassender Nationaler Energie- und Klimaplan sowie eine wirksame sozial-ökologische Steuerreform sind erste wichtige Schritte".

Steirische Klima- und Energiestrategie

Anton Lang, der steirische Klimaschutzlandesrat: "Klimaschutz, die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau Erneuerbarer Energien sind für mich wesentliche Herausforderungen für die Zukunft unseres Landes. Mit der steirischen Klima- und Energiestrategie 2030 und dem kürzlich vorgestellten Aktionsplan haben wir dafür unsere Ziele und auch den Weg zur Zielerreichung definiert".

"überfällige Arbeitsprozesse"

Sara Schaar, die Klimaschutzlandesrätin aus Kärnten: "Ich hoffe, dass die beiden heute beschlossenen Resolutionen die Einleitung eines längst überfälligen Arbeitsprozesses bewirken. Der mangelhafte nationale Energie- und Klimaplan muss vonseiten der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten der Bundesländer und der Wissenschaft – sofort überarbeitet und auf Pariser Klimaziele-taugliche Beine gestellt werden".

Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb: "Die VertreterInnen der Wissenschaft freuen sich über die Einbeziehung in die Konsultation der Länder und begrüßen die beiden Resolutionen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Orientierung an den Pariser Klimazielen mit Reduktionen um mindestens 50% bis 2030 und 90% bis 2050".

 

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