Filmstandort Wien trotz Kürzung der Filmförderung deutliches Plus

2026VeronicaKaupHaslerMarijanaStoisitscKatharinaSchifflObwohl die Auswirkungen der massiven Kürzungen der Filmförderungen des Bundes 2025 in der Filmwirtschaft deutlich spürbar waren, fiel die Belastung für Wien geringer aus als befürchtet. Am 25. Februrar 2026 zogen Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler und die Vienna Film Commission bei einem Pressegespräch Bilanz.

Im Bild: Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Geschäftsführerin der Vienna Film Commission Marijana Stoisits. Foto (c) Katharina Schiffl.

Filmwirtschaft

Marija Stoisits Geschäftsführerin der Vienna Film Commission bei der Pressekonferenz: "Wien hat sich einmal mehr als das starke Zentrum der österreichischen Filmwirtschaft behauptet. Die Zahl der Ansuchen für Dreharbeiten ist trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Bund erneut gestiegen. Das ist eine großartige Bestätigung für unsere Arbeit."

Hochkarätige Produktionen

SternstundeDerMoerderFotocViennaFilmCommissionKaup-Hasler dazu: "Wien ist national und international ein überaus gefragter Dreh- und Produktionsstandort, der hochkarätige Produktionen anzieht. Die Investitionen der Wiener Filmförderung der vergangenen Jahre haben exzellente Rahmenbedingungen für die Filmwirtschaft geschaffen."

Im Bild: Dreharbeiten des Films "Sternstunde der Mörder" in Wien (Österreich). Foto (c) Vienna Film Commission

12 Filme bei Berlinale

Kaup-Hasler weiter: "Dass heuer zwölf österreichische Filme bei der Berlinale vertreten waren, davon zwei im Wettbewerb, bestätigt, dass wir in den vergangenen Jahren die richtigen Weichen gestellt haben. Bei all unseren Bestrebungen steht die Vienna Film Commission als verlässliche Partnerin mit hoher internationaler Reputation als entscheidender Faktor beiseite: Sie verbindet Kreativität mit Professionalität und ist in diesen herausfordernden Zeiten ein echtes Bollwerk, das visionäre Projekte in der Filmszene ermöglicht."

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Fotos: Katharina Schiffl, Vienna Film Commission

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Vienna Film Commission & die Film-Awards

DieBlutgraefinFotocViennaFilmCommissionIm Jahr 2025 gewann die Vienna Film Commission den EUFCN Location Award und war zweifach nominiert für den Global Production Award, u.a. als "Film Commission of the Year". Bei der Vienna Film Commission wurden 2025 Anträge für insgesamt 755 nationale und internationale Filmprojekte eingericht, für die insgesamt 1.382 Empfehlungsschreiben erstellt wurden. Die Zahl der Empfehlungsschreiben ist damit gegenüber 2024 um 7,3 Prozent gestiegen.

Im Bild: Dreharbeiten von "Die Blutgräfin", der Heimatfilm von Amour Fou Wien und Luxemburg. Foto (c) Vienna Film Commission.

Fördertöpfe ÖFIplus & FISAplus

Diese Steigerung ist auf ein sehr starkes, erstes Halbjahr zurückzuführen, in dem noch Filmprojekte realisiert wurden, die aus den Fördertöpfen ÖFIplus und FISAplus des Vorjahres finanziert waren.

BrunoKarlSeitzHofFotocViennaFilmCommissionErstmals wurden drei große internationale Spielfilmprojekte umgesetzt, die zwar vollständig in Wien gedreht wurden, deren Handlung aber in anderen Städten angesiedelt ist: "Der Wachtmeister", "Kochschule Schwarz" und "Sternstunde der Mörder".

Im Bild: Dreharbeiten vom Film "Bruno" im Karl Seitz Hof. Foto (c) Vienna Film Commission

Drehaufkommen

Für die erste Jahreshälfte lag daher der Anstieg des Drehaufkommens bei außerordentlichen 25 Prozent für die zweite Jahreshälfte hingegen ist ein Minus von 9 Prozent zu verzeichnen.

Die Zahl an Wiener Drehtagen war wegen fehlender Großproduktionen in der zweiten Jahreshälfte insgesamt leicht rückläufig und lag bei rund 3.000.

Herausragende Produktionen


Einige der herausragende Produktionen 2025: "Die Blutgräfin" (Amour Fou Wien und Luxemburg, Heimatfilm), "Der Wachtmeister" (Dor Film, Night of Broken Glass LCC), "Sternstunde der Mörder" (Epo Film, Zeitgeist Film, ARD Degeto, Servus TV HR, Ceska Televize), "Kochschule Schwarz" (Wega Film, X Filme Creative Pool, new!move films), "Bruno" (Dor Film), "Neo Nuggets" (Samsara Film, Kodachrome), "Schrille Nacht" (Golden Girls), "Tatort: Gegen die Zeit" (KGP) und "Tatort: Dann sind wir Helden" (Dor Film), "Mit und ohne Simone" (Interspot), "Die Fälle der Gerti B." (Lotus Film), "Bibi Blocksberg – Die verhexte Zeitreise" (Wiedemann & Berg, KIDDINX Studios), "Pflegegeleicht" (Prisma Film), "Kommissar Rex" (MR Film), Soko Donau (Satel Film), "Downgrade" (Epo Film , Seven Dogs), "Illegal" (Epo Film, ARD Degeto Film).

International

KochschuleSchwarzTraungasseFotocViennaFilmCommissionDie Vienna Film Commission hat 2025 den Filmstandort Wien auf den Filmmärkten der Filmfestspiele in Berlin und Cannes sowie bei Branchenveranstaltungen in Los Angeles, London, Valladolid und München beworben.

Im Bild: "Kochschule Schwarz", die Dreharbeiten zum Film in der Wiener Innenstadt. Foto (c) Vienna Film Commission

Zukunft & die Filmschaffenden 2026

Für den Filmstandort Wien und seine Filmschaffenden steht die weitere Entwicklung im Zusammenhang mit der Höhe der Filmförderungen und Filmincentives der Stadt, vor allem aber der des Bundes.

Investitionen

Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form die Bundesregierung zu den in Aussicht gestellten Steuerungsinstrumenten der Investitionsverpflichtung und -abgabe sehr rasch eine Übereinkunft erzielt, damit diese noch im heurigen Jahr umgesetzt werden können.

 

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