Free Spaces & die konsumzwangfreien Raves unter der Praterbrücke

FreeSpacesFotocStadtWienMarkusWacheFür die nicht-kommerzielle und konsumzwangfreie Clubkultur stellen die Stadt Wien (Österreich) und die Vienna Club Commission (VCC) auch 2026 für das Projekt "Free Spaces" wieder Unterstützung und öffentlichen Raum zur Vergfügung.

Praterbrücke Wien

Im "Free Spaces"-Rahmen werden legale Raves unter der Wiener Praterbrücke organisiert, um die DJ-Musik und die Clubkultur ohne Konsumzwang in den öffentlichen Raum zu bringen.

Im Bild: Free Spaces wird auch 2026 fortgesetzt. Foto: (c)Stadt Wien/Markus Wache

Im Jahr 2025 fanden unter der Praterbrücke in Wien insgesamt sechs "Free Spaces"-Events statt, für 2026 stehen bereits zehn Veranstaltungstermine am Plan.

Bis 5.2.2026 werden dazu Bewerbungen bei viennaclubcommission.at entgegengenommen.

Free Spaces - Best-Practice-Beispiel

Free Spaces ist eine strukturierte und abgesicherte Lösung für nicht-gewinnorientierte, konsumzwangfreie und musikbezogene Clubformate in öffentlichem Raum. Jungen Erwachsenen erlaubt "Free Spaces" am kulturellen Angebot in der Stadt mitzuwirken und selbst zu gestalten.

Was 2022 als "Free Spaces" Pilotprojekt begann, wurde 2025 erstmals als internationales Best-Practice-Beispiel umgesetzt und wird nun auch 2026 weitergeführt.

Mehr über

  • Öffentliche Freiflächen für die Clubszene in Wien - hier
    • die Bedeutung und Enstehung von Free Spaces - hier
    • Zentrale Räume für künstlerische Entwicklung - hier
    • Free Spaces Clubs - Orte der Begegnung - hier
    • Abseits kommerzieller Zwänge - hier

Fotos (c):  Stadt Wien/Markus Wache, VCC/Frederike Fohr/Ida Lanz

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Öffentliche Freiflächen für die Clubszene in Wien 

WienPraterbrueckeRaveFotoVCCFrederikeFohrDie vergangenen Projektjahre haben gezeigt, dass das Konzept funktioniert: Veranstaltungen wurden erfolgreich umgesetzt, ohne dass es zu relevanten Nutzungskonflikten oder Lärmbeschwerden kam. 

Im Bild: Legale Raves unter der Wiener Praterbrücke. Foto: VCC (c) Frederike Fohr

Gleichzeitig wurde klar, wie wichtig gesicherte organisatorische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen für nicht-kommerzielle Veranstaltungsformate im öffentlichen Raum sind.

Raves nicht legal

Micol Didi von Vienna Club Commission: "Raves sind nicht legal. Deshalb haben wir 2021, 2022 begonnen, die Stadt zu involvieren, um Raves in öffentlichem Raum abhalten zu können."

FreeSpacesWienFotocStadtWienmarkusWache"Die VCC unterstützt die Veranstaltungskollektive mit der Infrastruktur (dem Platz) und übernimmt die organisatorischen Rahmenbedingungen mit den städtischen Verwaltungsstellen sowie die bürokratischen Kosten", erklärt Micol.

Im Bild: DJ-Events unter der Praterbrücke in Wien (Österreich). Foto: Stadt Wien/Markus Wache

Unter der Praterbrücke

Die Location für die "Free Spaces"-Events befindet sich unter der Wiener Praterbrücke und erlaubt behördlich 400 bis 800 BesucherInnen, die bei freiem Eintritt, aber auf Spendenbasis die Clubevents genießen können.

Gibt es ein ähnliches Projekt irgendwo in Österreich?

Micol Didi: "Nein, gibt es nicht.

Unterstützung der Stadt

PraterbrueckeFreeSpacesFotoVCCFrederikeFohrFür Free Spaces 2026 wird die Unterstützung der Stadt Wien weiter ausgebaut: Die Wiener Magistratsabteilung MA 48 übernimmt die logistische Unterstützung vor Ort, insbesondere im Bereich Abfallmanagement, und die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt die Bereitstellung der notwendigen Stromversorgung.

Im Bild: Wien (Österreich) und die Clubevents ohne Konsumzwang. Foto: VCC (c)Frederike Fohr

Die Fortsetzung von Free Spaces 2026 stellt damit sicher, dass diese Angebote auch künftig möglich bleiben, strukturell abgesichert sind und nachhaltig weiterentwickelt werden können.

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Bedeutung und Entstehung

Martina Brunner, Geschäftsführerin der VCC über die Bedeutung für die Clubszene: "Free Spaces ist aus einem konkreten Bedarf der Wiener Clubszene entstanden. Viele Kollektive wollen Veranstaltungen im öffentlichen Raum umsetzen – der rechtliche und bürokratische Aufwand stellt jedoch für viele eine Hürde dar."

Im Bild: "Free Spaces", konsumzwangfreie Clubkultur in Wien. Foto: (c)Stadt Wien/Markus Wache

"Mit Free Spaces schaffen wir gemeinsam mit und für die Szene und im Austausch mit der Stadt Wien einen klaren, leistbaren und rechtssicheren Rahmen, der Konzepte nicht-kommerzieller Clubkultur ermöglicht. VeranstalterInnen haben durch dieses Projekt die Möglichkeit Praxiserfahrung in der Veranstaltungsorganisation zu sammeln, niederschwellig ihre eigene Community aufzubauen und schrittweise den Übergang in etablierte Clubstrukturen vorzubereiten", so Brunner.

Offen, inklusiv & gemeinschaftlich

David Prieth, Projektmanager von Free Spaces: "Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung braucht es niederschwellig zugängliche, soziale Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Hintergründe jenseits von Konsumzwang positiv miteinander in Interaktion treten können. Free Spaces schafft genau solche Orte: offen, inklusiv und gemeinschaftlich organisiert."

Prieth weiter: "Diese Formate ermöglichen Begegnung auf Augenhöhe, fördern kulturelle Selbstermächtigung und stärken soziale Bindungen im urbanen Raum. Damit sind Projekte wie Free Spaces nicht nur kulturpolitisch relevant, sondern demokratiepolitisch unverzichtbar."

 

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"Zentrale Räume für künstlerische Entwicklung & Vielfalt"

FreeSpacesFotoVCCFrederikeFohrFür die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Finanzstadträtin Barbara Novak biete das Modell Kulturschaffenden Planungssicherheit sowie Raum für künstlerische Experimente, Begegnungen und neue Formen kultureller Teilhabe.

Im Bild: Free Spaces Events unter der Praterbrücke in Wien (Österreich). Foto: VCC (c) Frederike Fohr

Kulturstadträtin Kaup-Hasler sagt, dass Clubkultur "weit mehr ist als Unterhaltung" und "zentrale Räume für Austausch, künstlerische Entwicklung und gesellschaftliche Vielfalt" eröffnet.

Gerade diese offenen, experimentellen Formate seien "essenziell für ein lebendiges zeitgenössisches Kulturleben in einer wachsenden Stadt wie Wien".

Free Space - kulturelle Vielfalt

Free Spaces ermögliche genau diese Form der kulturellen Teilhabe und mache Orte nutzbar, die für junge Kulturschaffende und Kollektive sonst nicht zugänglich wären. Damit leiste das Projekt "einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt, zur Förderung neuer künstlerischer Ausdrucksformen und zur nachhaltigen Stärkung zeitgenössischer Kultur im öffentlichen Raum", erklärt die Kulturstadträtin.

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Clubkultur - sozialer Anker

Auch Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak stimmt zu: "Die Wiener Clubs sind Orte der Begegnung, die Menschen unterschiedlicher Lebensrealitäten zusammenbringen. Und für viele sind sie ein wichtiger sozialer Anker."

Novak weiter: "Eine lebendige Clubkultur ist auch ein Standortfaktor: Sie trägt wesentlich dazu bei, Wien für junge Talente, Studierende und internationale Fachkräfte attraktiv zu halten".

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Abseits kommerzieller Zwänge

"Mit dem Projekt schaffen wir einen nachhaltigen kulturellen und wirtschaftlichen Mehrwert, und die Unterstützung kommt direkt bei den Kulturschaffenden an. Sie ermöglicht Projekte abseits kommerzieller Zwänge – offen und zugänglich für alle", fügt Novak hinzu.

Mit Rücksicht auf Umwelt

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky sieht in Free Spaces ein gelungenes Beispiel für die verantwortungsvolle Nutzung öffentlicher Räume.

Wien brauche, so Czernohorszky, "Orte, an denen sich die Wienerinnen und Wiener ohne Konsumdruck entfalten können – mit Rücksicht auf Umwelt und Umfeld".

Kultur und ökologische Verantwortung

Free Spaces schaffe genau diesen Rahmen, indem kulturelle Aktivitäten in geordneten und abgestimmten Strukturen ermöglicht würden. Das Projekt verbinde "kulturelle Freiheit mit einem bewussten Umgang mit dem öffentlichen Raum" und zeige, wie "Kultur und ökologische Verantwortung miteinander in Einklang gebracht werden können".

 

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  • Infos über einige aktuelle Veranstaltungstermine - hier