Die ehemalige Martinek-Kaserne in Baden (Österreich), die 2013 stillgelegt wurde und teilweise unter Denkmalschutz steht, ist nun offiziell zum Verkauf ausgeschrieben.
396.080 M2 um mindestens 36 Mio Euro
Dabei geht es um eine Gesamtfläche von 396.080 Quadratmeter und einen Mindestverkaufspreis von 36.000.000 Euro.
Teile des 40 Hektar großen Areals, wie zum Beispiel ein 3,3 Hektar großer Teil der an die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau ging, wurden bereits in den vergangenen Jahren verkauft.
Bürokratischer Hürdenlauf
Jedoch für den Gesamtverkauf dauerten die Vorbereitungen und Klärungen aller bürokratischer Hürden viele Jahre.
Seit 10. Februar 2026 steht das denkmalgeschützte Kasernenareal mit weiteren Baukörpern und Freiflächen offiziell auf der Homepage des Bundesministeriums für Landesverteidigung sowie auf weiteren Immobilien-Plattformen zum Kauf ausgeschrieben.
Im Bild: Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli und Bundeministerin für Landesverteidigung Klaudia Tanner. Foto (c)2026psb/zVg
Entwicklungspotenzial
Ein Schritt, auf den man lange warten musste, der nun aber ein bedeutendes Entwicklungspotenzial für Baden eröffnet.
"Der jahrelange Weg bis zur Ausschreibung war", wie es seitens der Stadt Baden heißt, "äußerst komplex und von zahlreichen Abstimmungsterminen und intensiven Koordinationsprozessen zwischen Bund, Stadt und weiteren Beteiligten geprägt".
Tanner & Jeitler-Cincelli einig
Entsprechend groß ist die Erleichterung sowohl auf kommunaler als auch auf bundespolitischer Ebene.
Neue Nutzung
Bundesministerin Klaudia Tanner und Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli zeigten sich im Februar 2026 erfreut, dass das Areal nun einer neuen Nutzung zugeführt werden kann und der Weg für konkrete Entwicklungen frei ist.
"Nach erfolgreichem Abschluss der komplexen Vorarbeiten stehen wir nun am Beginn eines neuen Kapitels der Martinek-Kaserne. Die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Baden hat maßgeblich dazu beigetragen, diesen wichtigen Schritt zu ermöglichen", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Jahrelanger Stillstand
Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli: "Nach einer langen Zeit des Stillstands eröffnet sich nun endlich Raum für Entwicklung. Die Martinek-Kaserne ist damit kein Ort der Vergangenheit mehr, sondern Nährboden für Ideen, für Visionen und für Zukunft."
Bildung, Sport, Gesundheit
Denkbar sei vieles: ein modernes Bildungszentrum ebenso wie Flächen für Kreativwirtschaft, innovative Gesundheitslandschaften, Sport- und Bewegungsangebote oder eine kluge Kombination mehrerer Nutzungen. Entscheidend sei, dass Leben einzieht und dass eine Entwicklung startet, die auf die hohe Lebensqualität der Stadt einzahlt und einen spürbaren Mehrwert für Baden schafft.
"Denn dieses Areal ist mehr als eine Fläche – es ist eine seltene Gelegenheit. Baden als Standort verbindet urbane Qualität, hohe Lebensqualität und die Nähe zur Metropole Wien mit einer weitläufigen, zusammenhängenden Entwicklungsfläche. Daraus ergibt sich ein Potenzial, das außergewöhnlich ist und Investoren viel Raum für große Ideen lässt", weiß die Stadtchefin.
Neues Stadtquartier
"Was hier entstehen kann, geht weit über einzelne Projekte hinaus. Es geht um ein neues Stadtquartier, um nachhaltige Impulse für Wirtschaft, Bildung und Gesundheit und um einen Ort, der Identität stiftet. Die Ausschreibung der Martinek-Kaserne markiert damit nicht nur einen formalen Schritt, sondern einen echten Aufbruch. Für Baden. Für Investoren. Und für eine Zukunft, die jetzt gestaltet wird", ist Jeitler-Cincelli überzeugt.
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