Am zweiten Maiwochenende 2026 wurde in der malerischen Naturkulisse in St. Andrä am Zicksee im Burgenland (Österreich) der neue Nationalpark Radweg (NP1) feierlich eröffnet.
Im Bild: Etwa 250 Gäste bei der Eröffnung des grenzüberschreitenden Nationalpark Radwegs. Foto: (c) Burgenland Tourismus/Maria Hollunder
150 Kilometer Radweg
Der etwa 150 Kilometer lange Radweg, der Natur, Bewegung und Genuss verbindet führt durch insgesamt 14 burgenländische Gemeinden. Der Radweg erschließt die einzigartige Landeschaft des Seewinkels, vorbei an charakterisctischen Sodalacken, der faszinierenden Puszta, dem Steppensee Neusiedlersee, den weitläufigen Weideflächen und den unterschiedlichsten Lebensräumen seltener Tierarten.
Österreich-Ungarn
Ein Teilabschnitt verläuft durch den ungarischen Nationalpark Fertő–Hanság und verleiht dem Nationalpark Radweg seinen besonderen internationalen Charakter.
Mehr über
- den Nationalpark Radweg zwischen Steppensee und Puszta im Burgenland - hier
Fotos (c): Burgenland Tourismus / Maria Hollunder
Radweg durch Österreich-Ungarischen Nationalpark
Das Radangebot entstand im Zuge des Interreg Projekts CrossEcoSys in Zusammenarbeit von Burgenland Tourismus (Erlebnisregion Neusiedler See) mit dem Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel in Österreich sowie dem Nationalpark Fertő-Hanság in Ungarn und wurde aus Mitteln der EU kofinanziert.
Im Bild: Grenzenloser Naturgenuss: Radweg eröffnet. Foto (c) Burgenland Tourismus / Maria Hollunder
Bei der Eröffnungsfeier am 9. Mai 2026 waren etwa 250 Gäste aus Politik, Tourismus, Gemeinden und der Region mit dabei um den neuen Rundkurs durch den Nationalpark Neusiedlder See - Seewinkel erstmals am Fahrrad zu erleben. Auch viele ungarische Stakeholder und Projektpartner nahmen teil und unterstrichen damit die enge und gelebte Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg.
Sehenswürdigkeiten
Entlang der Strecke laden zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse zum Entdecken ein – darunter die Brücke von Andau, das Schloss Halbturn oder die beliebten weißen Esel des Seewinkels.
Sie verleihen dem Nationalpark Radweg seinen abwechslungsreichen Charakter und machen ihn gleichermaßen für Einheimische wie auch für Gäste attraktiv. Dank der gut ausgebauten Infrastruktur und vieler radfreundlicher Betriebe eignet sich die Route zudem hervorragend für mehrtägige Touren.
Grenzen überwinden
Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner bei der Eröffnung: "Es gibt viele Wege, um Grenzen zu überwinden – manchmal braucht es dabei nicht mehr als ein Fahrrad und eine ordentliche Portion Rückenwind. Wer hier unterwegs ist, erlebt auf wenigen Kilometern mehr Naturvielfalt als anderswo in mehreren Urlauben: Salzlacken, Schilfgürtel, Graurinder, weiße Esel und mit etwas Glück auch den einen oder anderen seltenen Vogel."
Im Bild: Eröffnung des grenzüberschreitenden Nationalpark Radwegs im Burgenland. Foto (c) Burgenland Tourismus / Maria Hollunder
Naturerlebnis
Haider-Wallner weiter: "Der neue Radweg verbindet nicht nur zwei Nationalparks und zwei Länder, sondern auch Naturerlebnis, sanften Tourismus und klimafreundliche Mobilität. Und ganz ehrlich: Es gibt wohl kaum eine schönere Art, unsere Region zu erkunden, als entspannt durch den Seewinkel und entlang des Einser-Kanals zu radeln."
Motor für Wertschöpfung
Landesrätin Daniela Winkler dazu: "Projekte wie der Nationalpark Radweg sind weit mehr als touristische Infrastruktur – sie sind ein echter Motor für die regionale Wertschöpfung. Wir stärken damit die Lebensqualität in der Region und schaffen ein nachhaltiges Angebot, das Naturerlebnis, Bewegung und regionale Wirtschaft sinnvoll verbindet."
Gemeinsame Entwicklung
"Dass der Nationalpark Radweg gerade am Europa-Tag eröffnet wird, passt hervorragend, denn dieses Projekt steht beispielhaft für das, was Europa möglich macht: Zusammenarbeit über Grenzen hinweg, gemeinsame Entwicklung und gegenseitiges Lernen", fügte Winkler hinzu.
Im Bild: Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Foto: (c) Burgenland Tourismus / Maria Hollunder
Vorzeigeprojekt
"Mit dem Nationalpark Radweg ist ein neues touristisches Vorzeigeprojekt entstanden, das das Burgenland als Radland Nummer Eins in Österreich weiter stärkt. Gleichzeitig verbindet die Route Naturerlebnis, Bewegung und regionale Kulinarik auf besondere Weise und schafft damit einen nachhaltigen Mehrwert für die gesamte Region", so Erlebnisregionsmanager Patrik Hierner.
Kostenlose Nationalpark-Exkursionen
Vom 12. bis 20 Mai 2026 begleiten Nationalpark-Ranger bei kostenlos geführten Radtouren die Teilnehmer und geben Einblicke in die Besonderheiten am Radweg.
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