Industriellenvereinigung Burgenland & die Konjunkturumfrage

Die aktuelle Konjunkturumfrage zeigt, dass die burgenländische Industrie weiterhin vor großen konjunkturellen Herausforderungen steht. Die Bekämpfung des Fachkräftemangels und offene Grenzen für den Wirtschaftsverkehr sind Schlüsselfaktoren für eine wirtschaftliche Erholung. Mehr über

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Konjunktur2020IVBurgenland

Grafik: Industriellenvereinigung Burgenland

 

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 Konjunkturumfrage 3. Quartal 2020

"Industrie erholt sich, aber nur langsam"

IngridPuschautzMeidlFotoPrinzSCHNAPPENat (6) "Die Aufwärtsentwicklung der burgenländischen Industrie geht sehr langsam voran. Die Unternehmen fahren weiter auf Sicht", fasst Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IV Burgenland und der Sparte Industrie Burgenland für das dritte Quartal 2020 zusammen.

 

Weichen für die Zukunft

"Umso wichtiger ist es gerade jetzt, die Weichen für die Zukunft des Standortes Burgenland richtig zu stellen und den Unternehmen keine weiteren Belastungen aufzubürden", so Puschautz-Meidl.

Unter Normalauslastung

Die meisten Industrieunternehmen fahren weit unter der Normalauslastung. Aufgrund der wiederaufgeflammten COVID-19-Infektionssituation bleibt die Unsicherheit groß und belastet die Industrie auch bis in das nächste Jahr hinein.

Niedriges Niveau

Die Geschäftslage bei den burgenländischen Unternehmen hat sich im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal nur leicht verbessert und befindet sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Ebenso eine leichte Erholung zeigt sich bei den Auftragsbeständen und Auslandsaufträgen. Aufgrund der Covid-19-Situation bleibt jedoch vor allem bei Projekten im internationalen Umfeld eine hohe Planungsunsicherheit. Die kaum kalkulierbare Entwicklung der Reisebeschränkungen und damit verbundene drohende Verzögerungen bei der Projektumsetzung dämpfen auch weiterhin eine schnellere Erholung auf den internationalen Märkten.

Zulieferer

Ein heterogenes Bild der Betroffenheit zeigt sich bei den einzelnen Industriebranchen im Burgenland. Während etwa die Lebensmittelindustrie großteils von den Effekten der Covid-Pandemie weniger stark betroffen ist, sehen sich vor allem Zulieferbranchen in den Automotiv-Bereich weiterhin mit Auftragsrückgängen konfrontiert. Trotz schwieriger Auftragslage und verhaltenen Aussichten in den nächsten Monaten rechnet man in der burgenländischen Industrie mit einem insgesamt stabilen Beschäftigungsstand in den nächsten drei Monaten.

Fachkräftemangel

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels lautet die Devise, gute Fachkräfte in Beschäftigung zu halten und geeignete Lehrlinge zu finden. Die Verlängerung der Kurzarbeit ist vor allem für jene Unternehmen wichtig, die in den ersten Monaten noch ein Auftragspolster hatten und bei denen die Krise nun zeitversetzt ankommt. Durch die Kurzarbeitsbeihilfen konnte ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit vermieden werden. Die großen konjunkturellen Herausforderungen und Unsicherheiten zeigen sich vor allem auch in den eher verhaltenen Prognosen für die nächsten sechs Monate.

Motivation

In den kommenden Wochen gilt es daher, in allen Gesellschaftsbereichen sehr umsichtig miteinander umzugehen, um möglichst viele Ansteckungen und einen neuerlichen Lockdown zu verhindern. Die burgenländische Industrie unternimmt sehr viel, um ihre Mitarbeiter vor der Ausbreitung der Covid-Pandemie zu schützen. Das zeigt auch die geringe Anzahl der Ansteckungen im Arbeitsumfeld. "Hilfreich wäre daher die Möglichkeit des Freitestens und kürzere Quarantänezeiten", so Ingrid Puschautz-Meidl.

Standort Burgenland

Ebenso wichtig ist es, jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft des Standortes Burgenland zu stellen. Damit die Industrie für die burgenländische Wirtschaft auch weiterhin als Wertschöpfungsmotor fungieren kann, ist es entscheidend, dass sie auch in Zukunft Rahmenbedingungen vorfindet, die zu weiteren Investitionen und Innovationen motivieren. Dabei geht es insbesondere um die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich als wichtigste Ressource für die wirtschaftlich-technologische Entwicklung im Burgenland. "Dazu bedarf es aber auch eines klaren Commitments der burgenländischen Politik. Weitere Belastungen, wie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von Euro 1.700 netto gehen eindeutig in die falsche Richtun", appelliert Puschautz – Meidl an die Vernunft der treibenden Kräfte.

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Konjunkturumfrage des 3. Quartals 2020 im Detail

Etwas positiver wird die derzeitige Geschäftslage gegenüber dem vorherigen Quartal eingeschätzt. 42 Prozent (40) der Industriebetriebe bewerten sie als gut. 39 Prozent (26) beurteilen sie als durchschnittlich und 19 Prozent (34) als schlecht.

Leicht zuversichtlicher als im letzten Quartal sieht man auch den derzeitigen Auftragsbestand. 53 Prozent (44) der befragten Betriebe bewerten den Auftragsbestand gut und 32 Prozent (22) als durchschnittlich. Nur mehr 15 Prozent (34) erwarten rückläufige Aufträge.

Bei den derzeitigen Auslandsaufträgen zeigt sich wieder ein Aufwärtstrend. 33 Prozent (25) gehen von guten Auslandsaufträgen aus, 57 Prozent (32) von gleichbleibenden und nur 10 Prozent (43) von schlechteren.

Die Verkaufspreise in 3 Monaten werden weiterhin als sehr durchschnittlich beurteilt. 1 Prozent (0) der Industriebetriebe geht davon aus, dass die Preise in 3 Monaten steigen werden. 97 Prozent (83) erwarten durchschnittliche Preise und 2 Prozent (17) der befragten Betriebe erwarten schlechte Verkaufspreise.

Die Einschätzung des Beschäftigtenstands in 3 Monaten zeigt sich relativ konstant. 4 Prozent (6) gehen von einem guten Beschäftigtenstand aus. 96 Prozent (89) geht von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. Erfreulich ist, dass niemand der Befragten, 0 Prozent (5), einen geringeren Beschäftigtenstand erwartet.

Unterschiedlich zeigt sich die Einschätzung der Geschäftslage in 6 Monaten. 13 Prozent (27) der befragten Betriebe rechnen mit guten Ergebnissen. 83 Prozent (58) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird und 4 Prozent (15) rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung der Geschäftslage in 6 Monaten.

(Klammerwerte sind jeweils die Vergleichswerte des 2. Quartals 2020)

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Konjunkturumfrage 2. Quartal 2020

KonjunkturumfrageBurgenland2020ZweitesQuartalGrafikIndustriellenvereinigung

Die Konjunkturumfrage zeigt, dass die konjunkturelle Talsohl der Krise erreicht zu sein scheint. "Die burgenländische Industrie fährt auf Sicht. Aufträge sind eingebrochen, aber der Blick in die Zukunft ist wieder optimistischer", so Ingrid Puschautz-Meidl, die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung (IV) Burgenland über die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der IV Burgenland und der Sparte Industrie für das zweite Quartal 2020.

Die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der IV Burgenland und der Sparte Industrie zeigen für das zweite Quartal 2020 bei den burgenländischen Industrieunternehmen deutliche Rückgänge in der Geschäftslage, dem Auftragsbestand und der Auslandsaufträge.

Allerdings lassen die in die Zukunft gerichteten Indikatoren darauf hoffen, dass der Tiefpunkt der Corona - Krise durchschritten ist. Vorausgesetzt, es kommt zu keiner größeren zweiten Welle.

Kluge Konjunkturstärkung

"Umso dringender bedarf es gerade jetzt kluger, konjunkturstärkender Impulse und Planungssicherheit für die Unternehmen", so Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland.

Geschäftslage verschärft

Die Geschäftslage bei den burgenländischen Industriebetrieben hat sich im zweiten Quartal insgesamt nochmals verschärft. Dabei gibt es teilweise deutliche Unterschiede in den einzelnen Industriebranchen. So sind die Einschätzungen aus der Pharma-, Medizintechnik- und Lebensmittelbranche optimistischer. Die Bauindustrie läuft noch gut, der Ausblick ist allerdings sehr verhalten. Sehr schwierig ist die Situation für Unternehmen, die der Automotivindustrie zuliefern. Auch die Gesamtauftragsbestände sind im aktuellen Beobachtungszeitraum stark eingebrochen.

Erholung der Märkte unklar

Völlig unklar bleibt weiterhin, wie stark und wie schnell die Erholung auf den globalen Märkten stattfindet. Unternehmen reagieren darauf mit Investitionszurückhaltung. Fahren auf Sicht ist derzeit die Devise. Die aktuellen Konjunkturdaten spiegeln damit die allgemeine Unsicherheit wider.

Dennoch zeigt der Ausblick auf die nächsten Monate auch wieder leichten Optimismus. So wird die Geschäftslage in sechs Monaten wieder etwas positiver eingeschätzt. Die auf den Shutdown folgenden Lockerungs-Maßnahmen, gefolgt von Konjunkturpaketen, haben die Situation deutlich entschärft.

Corona Kurzarbeit ab Herbst

Leicht verbessert hat sich auch der Indikator für den Beschäftigungsstand in drei Monaten. "Für die Burgenländischen Industrieunternehmen ist es wichtig, die Mitarbeiter auch in der Krise halten zu können. Mittels „Corona-Kurzarbeit“ konnte – bei hohem, budgetärem Aufwand – ein ansonsten dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit vermieden werden. Wichtig ist daher eine fortgesetzte Möglichkeit bzw. ein neues, leistbares, unbürokratisches und auch auf Qualifizierung gerichtetes 'Corona-Kurzarbeit-Modell' ab Herbst", plädiert Puschautz-Meidl für eine praxistaugliche Maßnahme.

Ein nachhaltiger Weg aus der Krise kann nur über ein investitionsgetriebenes Wachstum führen. Es braucht daher rasch eine optimistische Stimmung und die entsprechenden Rahmenbedingungen wie konjunkturstärkende Maßnahmen, um dem Standort wieder den nötigen Aufschwung zu verleihen.

"Hier sind vor allem gezielte Förderungen von Investitionen sowie die Senkung der Körperschaftssteuer gefragt. Retro - Belastungsideen wie neue Steuern oder gar eine Arbeitszeitverkürzung sind Arbeitsplatzvernichter und somit völlig kontraproduktiv", so Ingrid Puschautz-Meidl.

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Die Konjunkturumfrage des zweiten Quartals 2020 im Detail:

Die unvorhergesehene Krisensituation im ersten Halbjahr 2020 zeigt sich auch in der aktuellen Konjunkturumfrage. Die Werte in der Klammer stellen die Vergleichswerte des 1. Quartals 2020 dar.

Weniger als die Hälfte der befragten Betriebe, nämlich 40 Prozent (54), beurteilen die derzeitige Geschäftslage als gut. 26 Prozent (36) bewerten sie als durchschnittlich und 34 Prozent (10) als schlecht.

Auch beim Auftragsbestand sind die Ergebnisse deutlich weniger positiv als im Vorquartal. Dieser wird von 44 Prozent (61) als gut bewertet, 22 Prozent (29) der Betriebe gehen von einem durchschnittlichen Auftragsbestand aus und 34 Prozent (10) erwarten fallende Aufträge.

Bei den derzeitigen Auslandsaufträgen zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Krise in den zurückhaltenden Erwartungen der befragten Unternehmen. 25 Prozent (24) gehen von guten Auslandsaufträgen aus, 32 Prozent (58) von gleichbleibenden und 43 Prozent (18) von schlechteren.

Die Einschätzung der Verkaufspreise in drei Monaten weist auf stagnierende Preisen hin. Keiner der Befragten, 0 Prozent (4), rechnet mit einer Steigerung. 83 Prozent (76) gehen von einer gleichbleibenden Situation bei den Preisen aus. 17 Prozent (20) der befragten Betriebe erwarten fallende Verkaufspreise.

Leicht optimistischer gegenüber dem Vorquartal zeigt sich beim Bild des Beschäftigtenstandes in 3 Monaten. 6 Prozent (1) der befragten Betriebe gehen davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt sein werden. 89 Prozent (86) geht von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. 5 Prozent (13) rechnet mit einem geringeren Beschäftigtenstand.

Etwas besser ist auch die Beurteilung der Geschäftslage in 6 Monaten gegenüber dem Vorquartal. 27 Prozent (13) rechnen mit einer steigenden Tendenz. 58 Prozent (66) sind der Meinung, dass die Geschäftslage gleichbleiben wird und 15 Prozent (21) gehen von einem Rückgang aus.

 

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Konjunkturumfrage des 1. Quartals 2020

Burgenländische Industriekonjunktur im Abwärtstrend

KonjunkturumfrageBurgenland2020ErstesQuartalGrafikIndustriellenvereinigung

Hat sich die burgenländische Industriekonjunktur in den letzten Monaten insgesamt noch ziemlich stabil präsentiert, so bewirkt die aktuelle Corona-Krise insgesamt einen sehr

deutlichen Rückgang sämtlicher Konjunkturparameter der heimischen Industrie, ergibt die Umfrage, an der 24 Unternehmen mit 4279 Mitarbeitern teilnahmen.

Lebensmittel- und Pharmaindurstrie

Es gibt jedoch auch Branchen wie die burgenländische Lebensmittel- und Pharmaindustrie, die der Covid-Krise trotzen.

Das zeigen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2020 der IV Burgenland und der Sparte Industrie Burgenland.

Gesundheit sichern

"Jetzt gilt es, die Gesundheit der Menschen zu sichern und den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden durch wirksame Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung nicht größer werden zu lassen. Und vor allem die Weichen für einen Wiederaufschwung zu stellen“, richtet Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland, den Blick in die Zukunft.

Geschäftslage rückläufig

Die im vorherigen Quartal noch beobachtete leicht positive Entwicklung der Geschäftslage findet mit einem deutlichen Rückgang ein jähes Ende. Dabei müsse man berücksichtigen, dass ein Teil der Unternehmen seine Einschätzungen vor dem großen Shutdown abgegeben hat und daher mit einem noch größeren Rückgang zu rechnen ist. Auch die Gesamtauftragsbestände sind deutlich rückläufig.

Waren vor der Covid-Krise noch die Unsicherheiten in Bezug auf den Brexit bzw. internationale Handelskonflikte die größten Risikofaktoren der österreichischen Außenwirtschaft, bestimmt seit Anfang März 2020 die aktuelle Covid-19 Situation die massiven globalen wirtschaftlichen Einschränkungen.

Risiko: Internationale Lieferketten

DrIngridPuschautzMeidlIndustriellenvereinigungFotoWilhelmBoehm

Dies betrifft vor allem auch das hohe Risiko in Stabilität der für die Industrie wichtigen internationalen Lieferketten. Vor diesem Hintergrund werden die Produktionsleistungen in den meisten Industriebranchen wesentlich zurückgeschraubt. Damit einher geht auch der negative Beschäftigungstrend in den burgenländischen Industriebetrieben, wobei durch die „Corona-Kurzarbeit“ allerdings ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit vermieden werden konnte.

Auch die Aussichten für die Geschäftslage in sechs Monaten finden sich auf einem niedrigeren Niveau. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung rechnen die burgenländischen Industriebetriebe auch mit einem weiteren Rückgang der Verkaufspreise und damit verbunden insgesamt mit einer deutlich schlechteren Ertragssituation in den nächsten Monaten. Viele Industrieunternehmen fürchten dabei teilweise weniger die eigene Insolvenz, sondern vielmehr jene ihrer Geschäftspartner.

Investitionen in Zukunftsbereiche als Chance für die Zeit nach Corona

Es ist davon auszugehen, dass die Corona-Krise die Weltwirtschaft in eine globale Rezession stürzt, die auch für die österreichische Industrie eine enorme Herausforderung darstellt.

„Um den Wirtschaftsstandort für die Zeit nach Corona wieder nachhaltig wettbewerbsfähig aufzustellen, braucht es Visionen für die Zukunft mit starkem Fokus auf Zukunftsbereiche wie Innovation, Technologie, Klima- und Umweltschutz sowie Rahmenbedingungen und Anreize für Unternehmen, die den Weg für Investitionen in diese Zukunftsbereiche ebnen und gleichzeitig entlasten“, sieht Puschautz-Meidl Chancen, die sich aus der Krise ergeben.

"Mit entsprechender Unterstützung durch eine neue Industrie- und Standortpolitik wird die österreichische Wirtschaft gestärkt aus der Krise kommen", so Puschautz-Meidl.

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Die Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2020 im Detail:

Geschäftslage aktuell

Aufgrund der Corona-Krise ist die getrübte Einschätzung der derzeitigen Geschäftslage nicht verwunderlich. Dabei müsse man noch berücksichtigen, dass ein Teil der Unternehmen seine Beurteilungen noch vor dem großen Shutdown abgegeben hat.

Von 54 Prozent (70) der befragten Betriebe wird sie als steigend beurteilt. 36 Prozent (30) bewerten sie als durchschnittlich und 10 Prozent (0) als schlecht.

Auftragsbestand

Noch zuversichtlich sah man den Auftragsbestand im ersten Quartal. Die fast unveränderte Anzahl der Befragten 61 Prozent (62) bewerten den Auftragsbestand als gut und 29 Prozent (38) als durchschnittlich. Jedoch immerhin 10 Prozent (0) erwarten rückläufige Aufträge.

Auslandsaufträge

Mit einer schwächeren Entwicklung als zuletzt rechnet man bei den Auslandsaufträgen. 24 Prozent (58) gehen von guten Auslandsaufträgen aus. Dieser Wert liegt damit deutlich unter der Bewertung im vorigen Quartal. 58 Prozent (67) sehen eine durchschnittliche Entwicklung und 18 Prozent (2) eine schlechte derzeitige Auslandsauftragslage.

Verkaufspreise

Zurückhaltend ist auch die Einschätzung der Verkaufspreise in 3 Monaten. 4 Prozent (0) rechnen mit einer steigenden Tendenz. 76 Prozent (92) gehen von einem durchschnittlichen Wachstum aus und 20 Prozent (8) erwarten fallende Verkaufspreise.

Beschäftigtenstand

Eine Abschwächung zeigt sich ebenfalls beim Bild des Beschäftigtenstandes in 3 Monaten. Nur 1 Prozent (12) der befragten Betriebe gehen davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt sein werden. 86 Prozent (83) geht von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. 13 Prozent (5) rechnet mit einem geringeren Beschäftigtenstand.

Geschäftslage in 6 Monaten

Wenig optimistisch ist auch die Einschätzung der erwarteten Geschäftslage in 6 Monaten. 13 Prozent (11) rechnen mit einer Steigerung. 66 Prozent (77) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleibt. 21 Prozent (12) rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten.

Die Klammerwerte sind jeweils die Vergleichswerte des 4. Quartals 2019.

 

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Konjunkturumfrage des 4. Quartals 2019

KonjunkturumfrageDezember2019

Die aktuelle Konjunkturumfrage zeigt derzeit eine Eintrübung der Konjunktur. Leichter Optimismus ist für das nächste halbe Jahr zu spüren.

Die Konjunkturumfrage der IV Burgenland und der WK Sparte Industrie des vierten Quartals 2019 zeigt Eintrübungen im aktuellen Auftragsbestand, welcher zum dritten Mal in Folge marginal zurückgegangen ist. Während die derzeitige Geschäftslage von den burgenländischen Unternehmern noch relativ positiv eingeschätzt wird, deutet eine rückgehende Exportlage auf eine Abschwächung der Konjunktur hin. Besonders die metallverarbeitende Industrie spürt die wirtschaftliche Abhängigkeit von der schwächelnden deutschen Fahrzeugindustrie und die Unsicherheiten des Brexits.

Die relativ stabile Einschätzung der Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten und eine leicht steigende Einschätzung der Verkaufspreise deuten auf einen Optimismus hinsichtlich der Konjunktursituation im nächsten Halbjahr hin.

Fachkräftemangel nach wie vor Herausforderung

Ein beständiges Bild zeigt sich auch beim Mitarbeiterstand in der burgenländischen Industrie. „Die gut ausgebildeten Fachkräfte werden trotz leichter Abkühlung der Konjunktur auch in den nächsten Monaten gehalten, da der Fachkräftemangel nach wie vor eine große Herausforderung für die Industrie darstellt“, so IV Burgenland Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl.

Und, Puschautz-Meidl nimmt auch die Politik in die Pflicht: „Rezession ist keine in Sicht. Dennoch ist die Politik gefordert, die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des Industriestandortes Burgenland zu erhöhen und nicht zu gefährden.“

Das Regierungsprogramm der neuen türkis-grünen Regierung sei dazu ein guter Start, deren Umsetzung – insbesondere die dringend notwendigen Entlastungsschritte durch Steuerreform und KöSt-Senkung – ab sofort im Mittelpunkt stehen muss, damit Österreich vom Pannenstreifen wieder auf die Überholspur im internationalen Standortwettbewerb wechseln kann.

 

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Die Konjunkturumfrage des vierten Quartals 2019 im Detail

Etwas positiver als im letzten Quartal wird die derzeitige Geschäftslage gesehen. 70 Prozent (68) der Industriebetriebe bewerten sie als gut, 30 Prozent (29) der Betriebe sehen sie als durchschnittlich und niemand der Befragten (3) als schlecht.

Etwas zurückhaltender ist die Bewertung des derzeitigen Auftragsbestandes. 62 Prozent (68) der befragten Unternehmen sprechen weiterhin von guten Auftragsbeständen. Als durchschnittlich wird dieser von 38 Prozent (29) gesehen und kein Unternehmen (3) bewertet den derzeitigen Auftragsbestand als schlecht.

Leicht verschlechtert gegenüber dem Vorquartal hat sich die Beurteilung der Auslandsaufträge. Nur noch 31 Prozent (44) beurteilt diese als gut, 67 Prozent (51) der Betriebe bewerten sie als durchschnittlich und 2 Prozent (5) der Befragten als schlecht.

Bei den Verkaufspreisen in 3 Monaten zeigt sich ein gleichbleibendes Bild zum vorigen Quartal. Niemand der befragten Unternehmen (0) geht davon aus, dass die Verkaufspreise in 3 Monaten steigen werden. 92 Prozent (86) der befragten Unternehmen erwarten durchschnittliche Preise und 8 Prozent (14) erwarten eher schlechte Verkaufspreise.

Von den befragten Betrieben gehen 12 Prozent (10) davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden. 83 Prozent (79) gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. Bei der aktuellen Umfrage rechnen nur 5 Prozent (11) der Unternehmen mit einem Rückgang des Beschäftigtenstandes.

Insgesamt ziemlich konstant zeigt sich bei der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten. Nur 11 Prozent (37) rechnen mit einer Steigerung. 77 Prozent (34) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 12 Prozent (29) rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten.

 

Die Klammerwerte sind jeweils die Vergleichswerte des 3. Quartals 2019.

 

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Konjunktur-Barameter des 2. Quartals 2019

Konjunktur Burgenland2tesQu2019

Die aktuelle Konjunkturumfrage des zweiten Quartals 2019 der IV Burgenland und der WK Sparte Industrie zeigt bei der burgenländischen Industrie, trotzwirtschaftspolitischer Unsicherheiten, insgesamt eine leicht abgeschwächte aber weiterhin positive Einschätzung der Konjunktur. Allerdings bestätigt sich, dass der Konjunkturhöchststand überschritten ist.

Die aktuelle Geschäftslage bei den burgenländischen Unternehmen befindet sich gegenüber den vorigen Quartalen aktuell auf einem leicht reduzierten aber weiterhin guten Niveau.

Während die aktuellen Auftragsbestände auf fast gleichem Niveau wie im vergangenen Quartal liegen, gehen die Unternehmen in den nächsten sechs Monaten von einer weiteren leichten Abschwächung der Konjunktur aus. Bereits 30 Prozent erwarten eine schlechtere Geschäftslage in sechs Monaten.

 „Umso wichtiger sind daher für den Industrie- und Arbeitsstandort Burgenland positive Impulse durch eine zukünftige Regierung nach den Wahlen auf Bundes- und Landesebene“, fordert Ingrid Puschautz-Meidl, IV Geschäftsführerin, rasche wirtschaftspolitische Maßnahmen, um im internationalen Wettbewerb nicht zurückzufallen.

Trotz globaler Unsicherheit - Auslandsaufträge auf hohem Niveau

Gegen den allgemeinen Trend erfreulich zeigt sich die aktuelle Situation bei den Auslandsaufträgen. Trotz globaler Unsicherheiten aufgrund von Handelskonflikten und einem drohenden Brexit halten sich die Auslandsaufträge der burgenländischen Unternehmen auf einem hohen Niveau.

Ein beständiges Bild zeigt sich beim Mitarbeiterstand in der burgenländischen Industrie. Die gut ausgebildeten Fachkräfte sollen trotz leichter Abkühlung der Konjunktur auch in den nächsten Monaten gehalten werden. Der Fachkräftemangel ist jedoch nach wie vor eine große Herausforderung für die Industrie.

"Standortbelastende Wahlzuckerl sind ein No-Go"

Die Industrie bleibt einer der wichtigsten Konjunkturmotoren im Burgenland. Aufgrund der für die Zukunft etwas verhalteneren Aussichten würde ein standortpolitischer Impuls in dieser sensiblen konjunkturellen Phase die wirtschaftliche Entwicklung deutlich unterstützen. Auf Bundesebene war die von der vorherigen Bundesregierung vorgelegte Steuerreform ein Schritt in die richtige Richtung gewesen.

„Diesen Reformkurs muss auch eine neue Regierung weiterführen und so rasch als möglich Menschen und Unternehmen spürbar entlasten. Ein absolutes No-Go sind standortbelastende „Wahlzuckerl“ im Nationalrat vor der Wahl und eine lange regierungslose Zeit“, so Puschautz-Meidl.

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Die Konjunkturumfrage des zweiten Quartals 2019 im Detail:

 

Die Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage zeigt sich etwas zurückhaltender als im Vorquartal. 54 Prozent (76) der Industriebetriebe bewerten sie immer noch als steigend, 45 Prozent (24) der Betriebe sehen sie als konstant und niemand der Befragten (1) als fallend.

 

Beim derzeitigen Auftragsbestand zeigt sich ein konstantes Bild. 74 Prozent (76) der befragten Unternehmen sehen positive Auftragsbestände. Als durchschnittlich wird dieser von 24 Prozent (24) eingeschätzt und zwei Prozent der Unternehmen (0) beurteilen den derzeitigen Auftragsbestand als schlecht.

Die derzeitigen Auslandsaufträge werden sehr positiv eingeschätzt. 61 Prozent (48) beurteilen sie als gut, 37 Prozent (51) der Betriebe bewerten sie als durchschnittlich und 2 Prozent (1) der Befragten als schlecht.

So positiv wie schon lange nicht, ist die Einschätzung der Verkaufspreise in drei Monaten. 26 Prozent (3) der befragten Betriebe geht davon aus, dass die Verkaufspreise in 3 Monaten steigen werden. 72 Prozent (91) der befragten Unternehmen erwarten stabile Preise und 2 Prozent (6) erwarten fallende Verkaufspreise. Praktisch unverändert wird der Beschäftigtenstand in 3 Monaten beurteilt. Ein Prozent (3) rechnet mit einem steigenden Beschäftigtenstand. Als durchschnittlich wird er von 96 Prozent (93) der befragten Unternehmen bewertet und drei Prozent (4) der Betriebe erwarten einen schlechten Beschäftigtenstand in drei Monaten.

Vorsichtiger wird die Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten beurteilt. 17 Prozent (21) der befragten Unternehmen bewerten sie als gut. 53 Prozent (64) bezeichnen sie als durchschnittlich und leider 30 Prozent (15) erwarten eine schlechtere Geschäftslage in sechs Monaten.

Die Klammerwerte sind jeweils die Vergleichswerte des 1. Quartals 2019.

 

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Konjunktur-Barometer des 1. Quartals 2019

KonjunkturBaromater1Qu2019

Die burgenländische Industrie beurteilt die aktuelle Konjunktursituation weiterhin relativ optimistisch. Anzeichen einer leichten Abkühlung stellen sich jedoch bereits ein. Steuerliche Entlastung, auch der Großunternehmen, sei das Gebot der Stunde.

„Die Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2019 der IV Burgenland und der Sparte Industrie zeigt ein relativ stabiles Bild, allerdings bereits mit leichten Eintrübungen“, fasst Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage zusammen.

Geschäftslage weiterhin stabil

Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage bei den burgenländischen Unternehmen befinde sich entgegen dem bundesweiten Trend weitgehend stabil auf hohem Niveau. Auch die Geschäftslage in den nächsten Monaten werde trotz wachsendem Kostendruck aufgrund gestiegener Energie- und Rohstoffpreise weiterhin vorsichtig optimistisch gesehen. Unterstützt werde diese Einschätzung auch durch wichtige Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des Industriestandortes in den vergangenen Monaten. Dazu zählt die Geschäftsführerin der Industirellenvereinigung das neue Arbeitszeitgesetz und die beschleunigten Genehmigungsverfahren von Infrastrukturprojekten.

Auslandsaufträge gedämpft

Die Auslandaufträge beurteilen die Unternehmer etwas gedämpfter gegenüber dem vorigen Quartal. Die zunehmende Vorsicht sei vor allem den protektionistischen Entwicklungen und den zahlreichen Unsicherheiten im internationalen Umfeld wie z.B. den weiterhin bestehenden Unklarheiten zum Brexit-Thema geschuldet.

Als Indikator für eine weitere leichte Abkühlung der Industriekonjunktur im Burgenland zeige sich die vorsichtigere Einschätzung der Beschäftigungsentwicklung. Teilweise mitverantwortlich dafür sei auch der gestiegene Kostendruck aufgrund der hohen Kollektivvertragsabschlüsse. Auch der Fachkräftemangel bleibe weiterhin ein aktuelles Thema, erklärte Ingrid Puschautz-Meidl.

"Endlich Entlastung auch für Großunternehmen und KMU"

Gestiegene Energiekosten, vor allem durch die Strompreiszonentrennung, sowie der weiter gestiegene Lohnkostendruck im Vergleich zu den Nachbarländern, befeuert durch die hohen Kollektivvertragsabschlüsse belaste die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen enorm. „Gerade in Zeiten einer zu erwartenden Konjunktureintrübung sind daher weitere wirtschaftspolitischer Anreize, vor allem die versprochene steuerliche Entlastung der Wirtschaft durch die Bundesregierung im Zuge der Steuerreform enorm wichtig. Höchste Priorität dabei hat eine rasche und signifikante Senkung der KÖST, um die Investitionen im Land voranzutreiben“, fordert Puschautz-Meidl endlich eine Entlastung auch für Großunternehmen und KMU.

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Die Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2019 im Detail:

Anm.: Die () Klammerwerte zeigen die Vergleichswerte des 4. Quartals 2018 an.

Die derzeitige Geschäftslage zeigt sich gegenüber dem Vorquartal ziemlich konstant. 76 Prozent (79) der Industriebetriebe bewerten sie immer noch als steigend, 24 Prozent (20) der Betriebe beurteilen sie als gleichbleibend stabil und niemand der Befragten (1) als fallend.

Auch der Auftragsbestand bleibt stabil. Von 76 Prozent (74) der befragten Unternehmen wird er weiterhin als steigend beurteilt. Wie im Vorquartal sehen 24 Prozent (24) eine gleichbleibende Entwicklung des Auftragsbestandes und niemand der Unternehmen (2) erwartet rückläufige Aufträge.

Die Beurteilung der Auslandsaufträge zeigt sich schwach optimistisch. 48 Prozent (64) gehen von steigenden Auslandsaufträgen aus. Während die Hälfte der befragten Betriebe, nämlich 51 Prozent (29) von einer gleichbleibenden Anzahl an Auslandsaufträgen ausgeht, erwartet 1 Prozent (7) der Befragten rückläufige Auslandsaufträge.

Bei den Verkaufspreisen in drei Monaten zeigt sich tendenziell ein konstantes Bild. 3 Prozent gehen (6) von steigenden Verkaufspreisen aus, 91 Prozent (85) der befragten Unternehmen erwarten stabile Preise und 6 Prozent (9) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.

Etwas rückläufig zeigt sich die Einschätzung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 3 Prozent (17) der befragten Betriebe geht davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden. 93 Prozent (71) gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus und 4 Prozent (12) der Betriebe planen den Beschäftigtenstand eventuell zu reduzieren.

Die Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten wird wieder etwas zuversichtlicher gesehen. 21 (8) Prozent rechnen mit besseren Ergebnissen. 64 Prozent (79) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 15 Prozent (13) gehen von einer Verschlechterung der Geschäftslage in sechs Monaten aus.

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Konjunkturumfrage des vierten Quartals 2018

Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage bei den burgenländischen Unternehmen hat sich gegenüber dem Konjunkturhoch im Vorquartal konsolidiert und zeigt sich aktuell auf einem leicht reduzierten, aber weiterhin hohem Niveau.

„Auch wenn 2019 ein deutlich schwierigeres Jahr mit vielen politischen und ökonomischen Fragezeichen sein wird, bleibt die Erwartungshaltung bei der burgenländischen Industrie grundsätzli

 

ch positiv. Die Phase überdurchschnittlicher Wachstumsraten ist allerdings vorüber. Wir bewegen uns in Richtung „Normalisierung der Industriekonjunktur“, analysiert Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland, die Ergebnisse der Konjunkturumfrage. 

Konjunkturbarometer(c)IVBurgenland032019

Der Großteil der Unternehmen geht auch in den nächsten Monaten von einer stabilen Geschäftslage aus. Trotz der anhaltenden Untersicherheiten im internationalen Handel (Brexit, Handelskonflikte), halten sich die derzeitigen Auslandsaufträge weiterhin auf hohem Niveau und tragen damit wesentlich zur guten Wirtschaftslage bei.

Ein Indikator für eine insgesamt weiterhin stabile Einschätzung der Konjunktur ist die doch positive Beurteilung der Entwicklung der Beschäftigung.

Gestiegene Energiekosten und die hohe Steuer- und Abgabenlast im Vergleich zu den Nachbarländern belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen enorm. Für eine weiterhin positive Konjunkturentwicklung bedarf es daher weiterer wirtschaftspolitischer Anreize.

„Einen besonders effektiven Hebel würde die rasche Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt) bewirken“, weist Puschautz-Meidl auf die Vorteile dieser Maßnahme hin. Das BIP würde um rund 0,9 Prozent stärker wachsen, die Investitionen um rund zwei Prozent zulegen, die Beschäftigung um rund 10.000 Arbeitsplätze und das Jahresnettoeinkommen und rund 250 Euro steigen. „Das heißt, mit jedem Euro, um den die KöSt gesenkt wird, erhöht sich die Lohnsumme um 50-75 Cent“, so Ingrid Puschautz – Meidl.

 

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Das vierte Quartal 2018 im Detail

Anm.: Die () Klammerwerte zeigen die Vergleichswerte des 3. Quartals 2018 an.

Die derzeitige Geschäftslage hat sich nach ihrem Höchstwert im Vorquartal auf leicht reduziertem Niveau konsolidiert. 79 Prozent (94) der Industriebetriebe bewerten sie immer noch als steigend, 20 Prozent (5) der Betriebe beurteilen sie als gleichbleibend stabil und weiterhin nur 1 Prozent der Befragten (1) als fallend.

Auch der Auftragsbestand wird trotz leichtem Rückgang immer noch als überdurchschnittlich gesehen. Von 74 Prozent (94) der befragten Unternehmungen wird er als weiterhin als steigend beurteilt. 24 Prozent (5) sehen eine gleichbleibende Entwicklung des Auftragsbestandes und nur 2 Prozent der Unternehmen (1) erwartet rückläufige Aufträge.

Die Beurteilung der Auslandsaufträge zeigt sich marginal abgeschwächt, aber immer noch relativ konstant. 64 Prozent (69) gehen von steigenden Auslandsaufträgen aus. Wie im Vorquartal sehen 29 Prozent (29) eine gleichbleibende Entwicklung. 7 Prozent (2) der Befragten erwarten rückläufige Auslandsaufträge.

Mit einer etwas heterogenen aber weitgehend stabilen Entwicklung rechnet man bei den Verkaufspreisen in drei Monaten. Trotz gestiegener Strompreise gehen 6 Prozent (2) von steigenden Verkaufspreisen aus, 85 Prozent (95) der befragten Unternehmen erwarten weiterhin stabile Preise und 9 Prozent (3) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.

Ebenfalls unterschiedlich zeigt sich die Einschätzung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 17 Prozent (8) der befragten Betriebe planen in drei Monaten wieder mehr Arbeitnehmer zu beschäftigen. Dies deutet auf eine weiterhin hohe Kapazitätsauslastung in den Betrieben hin. 71 Prozent (85) gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus, und 12 Prozent (7) der Betriebe planen den Beschäftigtenstand eventuell zu reduzieren.

Etwas gedämpfter aber weiterhin relativ zuversichtlich beurteilt man die Entwicklung bei der Geschäftslage in sechs Monaten.

8 (0) Prozent rechnen wieder mit besseren Ergebnissen. 79 Prozent (98) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 13 Prozent (2) gehen von einer Verschlechterung der Geschäftslage in sechs Monaten aus.

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Konjunkturumfrage 1. Quartal 2018: Gute Ergebnisse, aber Fachkräfte-Mangel

Die Konjunkturumfrage zum ersten Quartal 2018 bei den burgenländischen Industriebetrieben zeigt positive Ergebnisse sowie eine etwas bessere Einschätzung als im letzten Quartal. Bis auf die Verkaufspreise werden alle abgefragten Parameter besser beurteilt als in den Vormonaten. "Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Entwicklung zumindest über den Sommer anhalten wird. Eine weitere konjunkturelle Steigerung ist allerdings nicht in Sicht. Jetzt geht es vor allem darum, den positiven Trend abzusichern", analysiert IV Burgenland Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl im Mai 2018 die aktuelle Konjunkturumfrage der IV Burgenland. Mehr über

  • die Konjunkturumfrage & den Fachkräftemangel - hier
  • flexible Arbeitszeiten & die Senkung der Abgabenquote - hier
  • die Konjuntkurumfrage im Detail - hier

Konjunkturbarometer(c)IVBurgenland

Grafik / Redaktion: Industriellenvereinigung Burgenland, Wilhelm Böhm

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Mangel an qualifzierten Fachkräften

"Die gute Auftrags - und Produktionslage wirkt sich auch erfreulich auf den Beschäftigtenstand aus. Der Trend zu mehr Beschäftigung setzt sich fort. Mehr als ein Viertel der befragten Betriebe geht von einer Zunahme der Mitarbeiter aus, die restlichen Betriebe erwarten einen stabilen Personalbestand", so Ingrid Puschautz-Meidl, die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Burgenland.

Puschautz-Meidl macht aber auch auf den anhaltenden Fachkräftemangel im MINT-Bereich und in der IT aufmerksam: "Das Hauptproblem in diesem Bereich ist allerdings der Mangel an qualifizierten Fachkräften. Probleme gibt es unter anderem bei der Rekrutierung von Technikern sowie im Bereich Forschung und Entwicklung".

 

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Flexible Arbeitszeit

Für die Industriellenvereinigung gibt es noch weitere Anliegen an die politischen Entscheidungsträger: Einerseits das Dauerthema in der burgenländischen Industrie für eine sinnvolle Arbeitszeitflexibilisierung sowie eine Umsetzung der auf Bundesebene angekündigten Deregulierungsmaßnahmen.

Eingefordert wird auch die versprochene Senkung der Abgabenquote. Österreich liegt bei den Steuern und Abgaben im internationalen Vergleich nicht gerade gut. Besonders dringend wäre aus der Sicht der burgenländischen Industrie die in Aussicht gestellte Senkung der Körperschaftssteuer auf nicht entnommene Gewinne.

 

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Konjunkturumfrage im Detail:

Die derzeitige Geschäftslage wird sehr positiv eingeschätzt. 78 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 72) beurteilen sie steigend, 21 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 28) der Betriebe bewerten sie als gleichbleibend und nur 1 Prozent der Befragten (im 4. Quartal 2017 waren es 0) als fallend.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand wird ebenfalls optimistisch gesehen. Von 77 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 54) der befragten Unternehmungen wird er als steigend beurteilt. Das ist gegenüber dem vorigen Quartal ein beachtlicher Zuwachs der guten Einschätzung. 22 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 41) bewerten den Auftragsbestand als gleichbleibend und nur 1 Prozent der Unternehmen (im 4. Quartal 2017 waren es 5) erwartet rückläufige Aufträge.

Auslandsaufträge

Die Beurteilung der Auslandsaufträge ergibt ebenfalls ein schönes Ergebnis. Immerhin erwarten 49 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 44) steigende Auslandsaufträge, 48 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 45) gleichbleibende und lediglich 3 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 11) rückgängige Auslandsaufträge.

Verkaufspreise

Der einzige negative Aspekt dieser Umfrage zeigt sich bei den Verkaufspreisen. Die hohen Rohstoffpreise in sehr vielen Produktionsbereichen der Industrie und der internationale hohe Wettbewerb drückt auf die Verkaufspreise. Dies führt dazu, dass nur mehr 12 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 28) von steigenden Verkaufspreise ausgeht, 80 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 63) der befragten Unternehmen erwarten gleichbleibende und stabile Preise und 8 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 9) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.
 

Beschäftigtenstand

So positiv wie lange nicht ist die Einschätzung der Entwicklung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 26 Prozent (12) der befragten Betriebe geht davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden, was besonders erfreulich ist. 72 Prozent (68) geht von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. Bei der aktuellen Umfrage rechnen nur 2 Prozent (20) der Betriebe wird den Beschäftigtenstand eventuell reduzieren. Diese Beurteilung betrifft allerdings nur die nächsten 3 Monate!

Geschäftslage

Zuversichtlich und noch besser als im Vorquartal sieht man die Geschäftslage in sechs Monaten. 41 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 22) rechnen mit einer Steigerung. 47 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 67) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 12 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 11) rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten.
 
 
 
 
 
 
 
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