Hospizstation Burgenland und flächendeckend mobile Palliativteams

LeonhardSchneemannJohannesZsifkovitsFotoLandesmedienserviceBurgenlandAm zweiten Samstag im Oktober ist der Welt Hospiz- und Palliative Care-Tag, der 2005 eingeführte Welthospiztag. Jener internationale Gedenk- und Aktionstag, der auf oft tabuisierte Themen wie das Sterben, den Tod und die Trauer aufmerksam machen soll. An diesem Tag wird auch an die wertvolle Arbeit der professionellen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen im Hospizbereich erinnert.

Das Burgenland ist das einzige österreichische Bundesland, dass bis 2025 über keine eigene Hospizstation verfügt. Das soll sich bald ändern. 2026 geht die geplante stationäre Hospiz- und Paliativbetreuung in Betrieb. 

Erstes stationäres Hospiz

Das erste stationäre Hospiz entsteht in Oberpullendorf, die mobilen Teams werden landesweit ausgebaut, um die Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen grundlegend zu verbessern.

Ab Winter 2026/27 werden im ersten stationären Hospiz des Landes in Oberpullendorf zehn Betten zur Verfügung stehen.

Baubeginn 2025

Schon Ende des Jahres 2025 soll der Baustart erfolgen. Der Standort direkt neben der Pflegeeinrichtung und Klinik Oberpullendorf wird von den Sozialen Diensten Burgenland (BPB) betrieben. "Hospiz- und Palliativversorgung gewinnt immer mehr an Bedeutung – daher haben wir uns die bestmögliche Versorgung und den Ausbau zum Ziel gesetzt", betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann. 

Mehr über

  • die Hospiz- und Palliativversorgung im Burgenland: Baubeginn 2025 - hier
    • Würdevoll und schmerzfrei - hier
    • Finanzierung des für Betroffene kostenfreie Angebot - hier
    • die Versorgungsregionen im Burgenland - hier
  • Oktober 2024: die Planungen für eine Hospiz- und Palliativversorgung - hier
    • die Hospiz- und Palliativversorgung im Burgenland - hier
    • Mobile Hospizteams und Kinderhospiz - hier
    • bis jetzt: zwei moblie Hospizteams - hier
  • Veranstaltungen im Burgenland und in Österreich - hier

Im Bild: Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der Pflegeservice Burgenland GmbH und Soziallandesrat Schneemann.

Fotos (c): Büro Landesrat Schneeman

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Palliativversorgung im Burgenland 

Bereits seit 2021 sind zwei Mobile Palliativteams über die Sozialen Dienste Burgenland (BUP) mit Standorten in Eisenstadt und Güssing im Einsatz. "2024 wurden 653 Personen durch die beiden Teams betreut", erklärte Soziallandesrat Leonhard Schneemann am 5. August 2025.

Würdevoll und schmerzfrei

Das Angebot wird durch eine Neuorganisation der mobilen Hospizteams, die schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen zu Hause begleiten und unterstützen, komplettiert. "Oberstes Ziel ist es, ein würdevolles, schmerzfreies und selbstbestimmtes Leben bis zum Tod zu ermöglichen", so der Soziallandesrat. 
Die ehrenamtlichen Hospizteams, die eine spezielle Ausbildung absolvieren, bieten umfassende Unterstützung: 
·        Psychosoziale Betreuung durch Gespräche, Hilfe bei der Lebensbewältigung und Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen wie Patientenverfügungen 
·        Spirituelle und seelsorgerische Begleitung für religiöse Bedürfnisse 
·        Alltagsunterstützung und Koordination von Pflegediensten zur Entlastung betreuender Angehöriger 
·        Umfassende Beratung zu Pflegeleistungen und Sterbeprozess 

Finanzierung und Qualitätsstandards 

Die Finanzierung für das, für Betroffene kostenfreie Angebot erfolgt künftig über das Hospiz-Palliativfondsgesetz in einer Drittelfinanzierung durch Land, Bund und Sozialversicherungsträger. Neue Verträge mit Trägern gewährleisten die Versorgung nach adaptierten Qualitätskriterien. "Eine hauptamtliche Koordination pro Versorgungsregion wird künftig bei den Trägern angestellt und kümmert sich um die Organisation der Ehrenamtlichen und jener, die Unterstützung benötigen", so Schneemann.

Regionale Aufteilung

Zwei Versorgungsregionen werden künftig über die Landestochter SDB organisiert: 
·        Oberpullendorf – mit dem ersten stationären Hospiz als zentralem Baustein 
·        Güssing/Jennersdorf – als zusammengefasste Versorgungsregion 
In den übrigen Regionen (Neusiedl, Eisenstadt-Umgebung, Mattersburg und Oberwart) werden Verträge mit bewährten Trägern abgeschlossen. 

"Hospiz- und Palliativversorgung wird im ganzen Land flächendeckend ausgebaut", fasst Schneemann die Bedeutung des Projekts zusammen.

 

 

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Oktober 2024: Hospiz- und Palliativversorgung im Burgenland geplant

Im Burgenland sprachen Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Johannes Zsifkovits, der Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland (SDB), bei einer Pressekonferenz im Oktober 2024 über die Wichtigkeit der Hospiz- und Palliativversorgung. Schneemann: "Allein 2023 wurden für den Hospiz- und Palliativbereich im Burgenland rund 900.000 Euro aufgewendet, unter anderem für Maßnahmen wie die Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Pflegeeinrichtungen für die Arbeit mit Hospiz- und Palliativklientinnen und -klienten oder die Etablierung mobiler Hospizteams in jedem Bezirk."

Meilenstein: Stationäre Hospiz

Der Soziallandesrat weiter: "Als zentralen Meilenstein im Aus- und Aufbau der Hospiz- und Palliativversorgung planen wir gerade das erste stationäre Hospiz im Burgenland, das in Oberpullendorf errichtet werden und schon 2026 in Betrieb gehen soll. Um eine optimale und würdige Versorgung von Nord bis Süd auch im Palliativ- und Hospizbereich gewährleisten zu können, planen bzw. sind wir bereits in Umsetzung eines Ausbaus der Versorgung auf allen Ebenen, von der mobilen bis zur stationären Betreuung."

Mehr über

  • die Hospiz- und Palliativversorgung im Burgenland - hier
    • Mobile Hospizteams und Kinderhospiz - hier
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LeonhardSchneemannJohannesZsifkovitsFotoLandesmedienserviceBurgenland

Soziallandesrat Leonhard Schneemann und soziale-Dienste-Burgenland-Geschäftsführer Johannes Zsifkovits. 

Fotos (c): Landesmedienservce Burgenland

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2024:Burgenland einziges Bundesland ohne Hospizstation

Das Burgenland ist das einzige österreichische Bundesland, dass bis 2024 über kein stationäres Hospiz verfügt, deshalb soll in Oberpullendorf ein eigenes stationäres Hospiz errichtet werden. Die Planungen laufen bereits, die Betreiber, die Landesunternehmen Soziale Dienste Burgenland bzw. Burgenländische Pflegeheim BetriebsGmbH geht von der Inbetriebnahme im Jahr 2026 aus.

Erstes stationäre Hospiz

Schneemann: "Damit schließen wir die Lücke der Versorgung vollständig."

Zehn Betten

Das geplante stationäre Hospiz soll zehn Betten zur Palliativversorgung beherbergen. 25 Voll- und Teilzeitbeschäftigten, von denen ein großer Teil aus Pflegekräften bestehen soll, die auf Palliativbetreuung spezialisiert sind werden im stationären Hospiz arbeiten. Daneben sollen Fachexpertinnen und -experten aus den Bereichen Soziale Arbeit, Psychologie, Psychotherapie, Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Diätologie sowie Verwaltungspersonal das multiprofessionelle Team vervollständigen.

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Mobile Hospizteams

Ein weiteres Kernstück der Palliativ- und Hospizversorgung im Burgenland, sind mobile Hospizteams, die sterbende Menschen und ihre Angehörigen bis zum Schluss begleiten und nun im Burgenland etabliert werden. Künftig gibt es pro Bezirk jeweils ein mobiles Hospizteam mit einer hauptamtlichen Hospizkoordination, mit Ausnahme der Bezirke Güssing und Jennersdorf, die ein gemeinsames Team bekommen.

Hospizteam für Kinder

Hinzu kommt außerdem ein spezielles Hospizteam für Kinder. "Hier leistet das Land Burgenland seinen Beitrag, denn auf Basis des burgenländischen Mindestlohns werden die Gehaltskosten gefördert. Derzeit laufen ganz intensiv Gespräche und Verhandlungen mit den Trägern, um das Projekt flächendeckend im Land umzusetzen", so Schneemann, der auch auf die Unterstützung der Teams durch Ehrenamtliche hinwies: "Pro Bezirk finden sich zehn bis 20 Ehrenamtlichen, die bei der Begleitung und Pflege auf den letzten Weg unterstützen. Da zeigt sich wieder das große Herz und das Miteinander im Burgenland."

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Bis jetzt: Zwei Mobile Palliativteams

Bereits jetzt betreuen die Sozialen Dienste Burgenland PalliativpatienInnen im gesamten Burgenland durch zwei mobile Palliativteams. Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, erfolgt die Betreuung der schwer erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen von Eisenstadt und Güssing aus. An den beiden Standorten sind derzeit insgesamt zwölf Personen beschäftigt. Die Teams arbeiten eng mit den jeweiligen stationären Einrichtungen wie Palliativstationen oder Onkologie, aber auch mit HausärztInnen sowie der Hauskrankenpflege zusammen. Weitere Unterstützung bei der mobilen Palliativversorgung erfolgt durch Psychologinnen und Psychologen, PhysiotherapeutInnen sowie ÄrztInnen, die auf Honorarbasis mitarbeiten und bei Bedarf hinzugezogen werden können. 

Uverzichtbare Arbeit

SDB-Geschäftsführer Johannes Zsifkovits sagte: "Durch die mobilen Palliativteams können Menschen bei schwerer Krankheit länger in den eigenen vier Wänden bleiben, wenn sie dies wünschen. In diesem Bereich wird unverzichtbare Arbeit geleistet, wobei der Fokus der Betreuung nicht nur auf den erkrankten Personen liegt, sondern auch auf den Angehörigen, die in diesen belastenden Situationen ebenfalls Unterstützung benötigen."

Betreut

Im Jahr 2023 wurden durch die mobilen Palliativteams insgesamt 557 Personen betreut, während es bis Oktober 2024 bereits 537 Personen waren. Die Betreuung im Jahr 2023 erfolgte durch mehr als 2.300 Hausbesuche, wobei rund 7.400 Betreuungsstunden geleistet wurden. Bis Oktober 2024 haben die mobilen Palliativteams bereits 7.057 Betreuungsstunden verzeichnet. Im Jahr 2023 legten die Teams insgesamt 132.148 Kilometer im Einsatz für die burgenländische Bevölkerung zurück. 

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