"Haus der Volksgruppen": Kultur, Bildung und das Zusammenleben

2026HausDerVolksgruppenFotocLandesmedienserviceMuellnerWiesingerIm ehemaligen Internat in Oberwart (Österreich) wurde das  "Haus der Volksgruppen" fertiggestellt und Ende September 2026 mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür feierlich eröffnet.

Im Bild: Haus der Volksgruppen in Oberwart. Foto (c): Landesmedienservice/Müllner-Frühwirth/Wiesinger

Tag der offenen Tür

Beim Tag der offenen Tür konnten sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machen, die Arbeit der Volksgruppenorganisationen kennenlernen und das Haus als neuen Ort der Begegnung erleben. 

"Die Volksgruppen sind untrennbar mit der Geschichte und der Identität unseres Landes verbunden. Mit dem Haus der Volksgruppen haben wir dieser Vielfalt einen gemeinsamen, sichtbaren und lebendigen Raum gegeben. Es ist ein Haus der Begegnung, der Zusammenarbeit und des Austauschs und damit ein Ort, an dem das Miteinander auch für kommende Generationen gelebt werden kann", erklärte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei der Eröffnung. 

Mehr über

  • die feierliche Eröffnung und das "Haus der Volksgruppen" im Herbst 2026 - hier
    • "Gegen Vorurteile von Rassismus" - hier
    • Vereine im Haus der Volksgruppen - hier
    • Ungarn, Roma und Kroaten - hier
    • Architektur des Hauses der Volksgruppen - hier
    • Grundlage des Hauses der Volksgruppen - hier
    • Auszeichnung für Musiker Christian Kolonivits - hier
  • das Haus der Volksgruppen, das "Jahrhunder-Projekt" im Burgenland im Jahr 2023 - hier
    • den Generalplaner für das Projekt "Haus der Volksgruppen" - hier
    • die Unterzeichnung des "Letter of Intent" & das "Haus der Volksgruppen" in Oberwart - hier
    • das Burgenland auf Burgenland - Aktuell
  • das 30 Jahr Jubiläum der "Volksgruppe der Roma" im Dezember 2023 - hier
Eröffnung des Hauses der Volksgruppen in Oberwart
 
Fotos (c): Bgld. Landesmedienservice/Dorothea Müllner-Frühwirth/Stefan Wiesinger
 

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Haus der Volksgruppen: Kultur, Bildung, Sprache & Zusammenleben

EhrengaesteFotocLandesmedienserviceMuellnerWiesingerDie feierliche Eröffnung fiel auf den Europäischen Tag der Sprachen und rückte damit jene Vielfalt in den Mittelpunkt, die das Burgenland seit jeher prägt. Der Festakt machte deutlich, dass das neue Haus nicht allein eine bauliche Investition darstellt, sondern vor allem eine gemeinsame Infrastruktur für Kultur, Bildung, Sprache und gesellschaftliches Zusammenleben.

Im Bild: Ehrengäste bei der Eröffnung. Foto: Landesmedienservice/Müllner-Frühwirth/Wiesinger

Burgenländische Volksgruppen an einem Standort

Mit dem Haus der Volksgruppen wurde in Oberwart ein gemeinsames Zentrum geschaffen, das die burgenländischen Volksgruppen erstmals an einem Standort zusammenführt.

Institutionen der Burgenlandkroaten, der Burgenländischen Ungarn und der Roma arbeiten hier unter einem gemeinsamen Dach.

Das Haus verbindet dabei unterschiedliche Funktionen: Neben den Räumlichkeiten der Volksgruppenorganisationen stehen Seminar- und Gemeinschaftsräume, eine Bibliothek, ein Schnitt- und Proberaum sowie ein Veranstaltungssaal zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch Gästezimmer, einen Gastronomiebereich mit öffentlich zugänglichem Bistro und 20 Starterwohnungen.

 

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Gegen Vorurteile von Rassismus

HausDerVolksgruppenEroeffnungFotocLandesmedienserviceMuellnerWiesingerHorst Horvath, Geschäftsleiter der VHS Roma (Roma Volkshochschule Burgenland): "Die Roma Volkshochschule für Erwachsenenbildung besteht seit 25 Jahren und ist einzigartig in Europa. Wir leisten darin Aufklärungsarbeit gegenüber Vorurteilen von Rassismus. In unserer Roma-VHS werden Vorträge veranstaltet, Diskussionen abgehalten sowie Studienreisen absolviert. Die Roma-Zeitung erscheint zweimal im Jahr, worin Aspekte gegen Antiziganismus sowie das Programm der Roma Volkshochschule abgedruckt werden."

Im Bild: Festakt im Haus der Volksgruppen.Foto: Landesmedienservice/Müllner-Frühwirth/Wiesinger

Horst Horvath weiter: "Das Haus soll dabei ein offener Ort für alle Menschen sein, ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Lernens, der von der gesamten Bevölkerung genutzt und mit Leben erfüllt werden soll."

Haus bringt zusammen

"Dieses Haus bringt zusammen, was zusammengehört: die Organisationen und Einrichtungen unserer Volksgruppen, ihre Sprachen, ihre Kultur und ihre vielfältigen Aktivitäten. Gleichzeitig öffnet es sich bewusst nach außen. Damit wird aus einem Gebäude ein lebendiger Ort, an dem Begegnung stattfinden, Wissen weitergegeben und kulturelle Vielfalt sichtbar und erlebbar wird", so Doskozil. 

 

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Vereine im Haus der Volksgruppen

EroeffnungHausDerVolksgruppenFotocLandesmedienserviceMuellnerWiesingerIm Haus der Volksgruppen sind der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein, der Kroatische Kulturverein im Burgenland, das Roma-Service, die Roma Volkshochschule Burgenland, die Volkshochschule der Burgenländischen Ungarn sowie das Mehrsprachige Offene Radio MORA beheimatet.

Im Bild: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil beim Interview im Haus der Volksgruppen. Foto: Landesmedienservice/Müllner-Frühwirth/Wiesinger

Rund ein Drittel der Gesamtfläche steht den Volksgruppenorganisationen zur Verfügung. Die räumliche Konzeption verbindet individuell nutzbare Bereiche für die einzelnen Organisationen mit gemeinsam nutzbaren Einrichtungen und schafft damit auch architektonisch die Voraussetzungen für Austausch und Zusammenarbeit.

 

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Ungarn, Roma und Kroaten

Ludwig Frauer, Obmann von BUKV (Burgenländisch-Ungarischer Kulturverein): "Schön, dass wir jetzt hier sein können. Gemeinschaftliche Aktivitäten zwischen Ungarn, Roma und Kroaten sollten jedenfalls konzentriert nach außen getragen werden. Wir machen das gemeinsam, Hand in Hand. Wir sind bestrebt, unsere gewohnten Tätigkeiten wie Musik, Handwerkskunst und kulturelle Aktivitäten hinaus zu tragen, damit die Mehrheitsbevölkerung weiß, was wir hier im Hause zu leisten im Stande sind."

TV Erba

Emmerich Horvath: Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma: "TV Erba wird hier in diesen Räumlichkeiten produziert. Auch andere Projekte, wie die zweisprachige Zeitung „dROMa“, die einsprachige Kinderzeitschrift „Mri nevi MiniMulti“ sowie der „dROMa-Blog“, werden vom Verein Roma-Service herausgegeben. Ein wichtiger Aspekt ist die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte, die die Volksgruppe erlebt hat. Die ältere Generation hatte ja Schulverbot. Deshalb haben wir bereits vor 30 Jahren eine Nachmittagsbetreuung für Roma-Kinder eingeführt, die heute ebenfalls in diesen Räumlichkeiten stattfindet."

Radio Mora

Josko Vlasich, Mitbegründer des „Mehrsprachigen offenen Radios MORA: "Radio Mora ist das einzige viersprachige Radio in Österreich, das in Volksgruppensprachen die Sendungen gestaltet. Wir senden von 0 bis 24 Uhr von Montag bis Freitag in allen unseren vier Sprachen des Burgenlandes: Kroatisch, Ungarisch, Romani und Deutsch. Uns ist es sehr wichtig, dass wir auch im Volksgruppenhaus einen Platz gefunden haben, weil es ganz notwendig ist, dass wir die Volksgruppensprachen des Landes an die Öffentlichkeit bringen, dass wir sie hörbar machen und das geht mit unserem viersprachigen Radio sehr gut."

Sprache und Kulturpflege

Attila Somogyi, Vorsitzender der Volkshochschule der Burgenländischen Ungarn: "Die ungarische Volksgruppe ist die älteste aller Volksgruppen im Burgenland und seit über 1000 Jahren hier ansässig. Die Volkshochschule der Burgenländischen Ungarn bietet deshalb Kurse und Veranstaltungen zur ungarischen Sprache und Kulturpflege an. Unsere Volksmusikgruppe „Õri Banda“ ist die älteste aktive, ungarische Volksmusikgruppe Österreichs und wir freuen uns schon auf viele schöne Veranstaltungen und Konzerte in diesem besonderen Haus. 

Die Kroatinnen und Kroaten

Josef Buranits, Präsident des HKD (Kroatischer Kulturverein im Burgenland/Hrvatsko kulturno društvo u Gradišæu): "Die Kroatinnen und Kroaten leben seit 500 Jahren in dieser Region und sind Teil der Sprach- und Kulturlandschaft bis heute. Mit der Gründung des Burgenlandes/Gradišæe im Jahr 1921 wurden sie Teil der Republik Österreich. Als ältester Verein der Volksgruppe ist der Kroatische Kulturverein seit 1929 mit seinen Ortsorganisationen im ganzen Land aktiv."

Buranits weiter: "Unsere Aufgabe ist es, Sprache, Tradition und kulturelles Erbe zu bewahren, weiterzuentwickeln und für kommende Generationen lebendig zu halten. Das Volksgruppenhaus in Oberwart/Borta eröffnet uns neue Möglichkeiten, sichtbarer zu werden und die Zusammenarbeitmit der Öffentlichkeit, den Ungarn und Roma sowie den Institutionen des Landes weiter zu stärken."

 

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Architektonisch: Verbindung von Bestehendem und Neuem

Architektonisch wurde das Projekt auf die Verbindung von Bestehendem und Neuem ausgerichtet. Das Haus entstand auf dem Areal des ehemaligen Städtischen Internats in Oberwart. Teile der vorhandenen Gebäudestruktur wurden erhalten und saniert, andere Bereiche abgebrochen und durch neue Bauteile ersetzt.

Die drei markanten Türme des ehemaligen Internats blieben bestehen und wurden saniert. Damit wurde nicht nur die Geschichte des Standorts bewahrt, sondern auch ein ressourcenschonender Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz verfolgt. Die Landesimmobilien Burgenland GmbH (LIB) setzte das vom Landeshauptmann initiierte Projekt um. Nachhaltige Elemente wie Photovoltaikanlagen, Holz als wesentlicher Baustoff sowie begrünte Dach- und Fassadenflächen ergänzen das architektonische Konzept. 

 

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Grundlage des Hauses der Volksgruppen im Jahr 2021

Die Grundlage für das Projekt wurde im Jubiläumsjahr "100 Jahre Burgenland" 2021 gelegt. Damals unterzeichneten Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und die Stadtgemeinde Oberwart einen Letter of Intent, mit dem die Realisierung des Hauses der Volksgruppen auf den Weg gebracht wurde.

Probebetrieb im Frühjahr 2026

Aus der gemeinsamen Idee entstand in den folgenden Jahren ein moderner, multifunktionaler Standort für die Volksgruppen des Burgenlandes. Nach der Fertigstellung und der Schlüsselübergabe an die Nutzerorganisationen im Frühjahr 2026 nahm das Haus zunächst seinen Probebetrieb auf.

Nach mehreren Monaten des praktischen Betriebs und der schrittweisen Inbetriebnahme wurde es nun mit dem Festakt offiziell seiner Bestimmung übergeben. Damit erhielt das Projekt, das im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten des Burgenlandes seinen Ausgang genommen hatte, seinen feierlichen Abschluss und zugleich den offiziellen Auftakt für seine künftige Funktion als gemeinsames Haus der burgenländischen Volksgruppen. 

 

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Auszeichnung fürChristian Kolonovits

KomponistMusikerChristianKolonovitsFotocLandesmedienserviceMuellnerWiesingerIm Rahmen der feierlichen Eröffnung wurde der burgenländische Komponist, Dirigent und Musiker Christian Kolonovits mit dem EUROSTAR für sein musikalisches Lebenswerk ausgezeichnet.

Im Bild: Komponist und Musiker Christian Kolonovits im Haus der Volksgruppen. Foto: Landesmedienservice/Müllner-Frühwirth/Wiesinger

Die vom Verband Österreichischer Volks- und Unterhaltungsmusikkomponisten (VÖV) ins Leben gerufene und seit 2010 gemeinsam mit der AKM vergebene Auszeichnung würdigt herausragende Persönlichkeiten der österreichischen Musik.

Der 1952 in Rechnitz geborene Kolonovits zählt zu den vielseitigsten Musikschaffenden des Landes. Sein Werk reicht von Pop und Rock über Filmmusik bis zu Oper und klassischen Orchesterprojekten. Dem Burgenland ist er eng verbunden: Mit "Coming Home" setzte er sich mit Geschichte, Vielfalt und Zusammenleben der Volksgruppen auseinander, "Csaterberg" widmete sich der pannonischen Kultur, 2021 schuf er eine Neufassung der Landeshymne.

Mit der EUROSTAR-Auszeichnung wurde damit ein Künstler geehrt, dessen Werk musikalische Vielfalt, kulturelle Identität und Weltoffenheit verbindet. 

 

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 "Haus der Volksgruppen": Das "Jahrhundert-Projekt" im Burgenland

Am 31.1.2023 wurde die Generalplanungs-Arbeitsgemeinschaft "Haus der Volksgruppen" in Oberwart vorgestellt. 

Im Herbst 2023 wird die Baustelle eingerichtet. Nach der Entkernung des Altbestandes startet der mit 18,3 Millionen Euro veranschlagte Um- und Neubau.

Mit dem Bau des Hauses der Volksgruppen startet 2023 in Oberwart "ein Jahrhunder-Projekt", wie Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont.

2025 soll das Haus mit einer Gesamtnutzfläche von 5.540 Quadratmetern mit Veranstaltungssaal, Gastronomie und Wohnmöglichkeiten mit 40 Zimmern von den Volksgruppen der Burgenlandkroaten, der Burgenland-Ungarn und der Burgenland-Roma bereits bezogen werden können.

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Vertreter der burgenländischen Volksgruppenorganisationen, Architekten und ARGE-Vertreter mit Landeshauptmann Doskozil 
 
Fotos (c): Bgld. Landesmedienservice, ARGE Generalplanung - Haus der Volksgruppen Burgenland
 

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Generalplanungs-Arbeitsgemeinschaft & Jahrhundert-Projekt

2023Oberwart(c)ARGEGeneralplanungHausDerVolksgruppenBurgenland1In Anwesenheit von VertreterInnen der Volksgruppen der Burgenlandkroaten, Burgenland-Ungarn und Burgenland-Roma sowie der Stadtgemeinde Oberwart stellte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am 31. Jänner 2023 die Generalplanungs-Arbeitsgemeinschaft der Firmen Goebl Architectur ZT Gmbh, Miyako Nairz Architects und Bau & Architektur GmbH vor. 

Jene Unternehmen, die beim europaweiten Ausschreibungsverfahrens für den Umbau des früheren Städtischen Internates in Oberwart zum "Haus der Volksgruppen" als Bestbieter hervorgegangen sind.

Nachhaltige Bauweise

2023Oberwart(c)ARGEGeneralplanungHausDerVolksgruppenBurgenland2Bestehende Strukturen sollen erhalten und auf nachhaltige Bauweisen und nachwachsende Baustoffe soll beim Bau Wert gelegt werden, geplant ist u.a. auch eine Photovoltaik-Anlage auf allen Dachflächen.

Neue Wege

Gerald Goger, Geschäftsführer der Landesimmobilien Burgenland GmbH: "Wir sind bei diesem Projekt neue Wege gegangen. Erstmals gab es eine europaweite Ausschreibung, und wir haben einen Kostendeckel eingezogen. Der Kostenrahmen wurde bereits vor der Preissteigerung festgelegt."

18,3 Millionen Euro

Die Landesimmobilien Burgenland GmbH hat das Gebäude in der Schulgasse 31 in Oberwart erworben und nun sollen 18,3 Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau investiert werden. Auf der Gesamtnutzfläche von 5.540 Quadratmeter werden etwa ein Drittel von den Volksgruppen genutzt und ein Drittel soll von der Gästehäuser Burgenland GmbH betrieben werden.

Volksgruppen im Burgenland

2023HausDerVolksgruppenFotoBgldLandesmedienservice1Landeshauptmann Doskozil: "Das Haus wird ein neues Zuhause der drei im Burgenland beheimateten, autochthonen Volksgruppen. Es ist für uns ein echtes Jahrhundert-Projekt, es wird auch mit zwei Millionen Euro aus der Jubiläumsgabe finanziert, die das Burgenland von der Republik Österreich 2021 erhalten hat. Im Burgenland zeichnet das Zusammenleben der Volksgruppen ein Miteinander aus, das einzigartig ist."

Einzigartig

Doskozil weiter: "Ebenso einzigartig ist der gemeinsame Raum, den wir mit dem neuen Haus der Volksgruppen Burgenland schaffen werden – als sichtbares Zeichen der Wertschätzung, öffentlich zugänglich für alle Burgenländerinnen und Burgenländer. Zusätzlich wird das Land Burgenland die Volksgruppen jährlich mit Mietkostenzuschüssen, Administration und Organisation in personeller Form unterstützen."

Teil der Geschichte

2023Oberwart(c)ARGEGeneralplanungHausDerVolksgruppenBurgenland3Bürgermeister Georg Rosner aus Obeerwart ist erfreut: "Dieses Haus ist ein Teil der Geschichte Oberwarts und ich bin sehr froh, dass ein Konzept zur weiteren Nutzung erarbeitet wurde. Mir war es wichtig, dass wir für das Volksgruppen-Projekt ein bestehendes Gebäude adaptieren, damit die Bodenversiegelung so gering als möglich ausfällt und wir damit einen nachhaltigen Weg gehen."

Friedliches Miteinander

"In Oberwart leben Vertreter von vier Volksgruppen, drei christlichen Konfessionen und vielen weiteren anerkannten Religionsgemeinschaften friedlich miteinander. Sie sind die Säulen der vielfältigen und kulturellen Gemeinschaft in unserer Stadt", fügt Rosener hinzu.

Meilenstein

Vizebürgermeister Michael Leitgeb: "Das Haus der Volksgruppen Burgenland ist ein Meilenstein für alle Volksgruppen im Land. Es ist erfreulich, dass dieses österreichweit einzigartige Projekt gemeinsam mit den Volksgruppenvertretern nun in Oberwart umgesetzt wird."

 

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Das "Haus der Volksgruppen", ein Meilenstein im Burgenland

Am 21. Jänner 2021 wurde mit der Unterzeichnung des "Letter of Intent"ein Meilenstein in der Volksgruppenpolitik des Burgenlandes besiegelt. Das Land Burgenland errichtet gemeinsam mit den Vertretern aller Volksgruppenorganisationen im ehemaligen Internat in Oberwart (Österreich) ein "Haus der Volksgruppen".

Damit werden nicht nur die Identität, Geschichte und Gegenwart des Burgenlandes gewürdigt, sondern es beginnt ein neues Kapitel in der Volksgruppenpolitik. Künftig sollen im neuen Zentrum Veranstaltungen und Feste von und mit den Volksgruppen stattfinden und es intensiv auf Jugendarbeit und Integration gesetzt werden.

"Dieses Haus wird einerseits koordinierende Stelle innerhalb der Volksgruppen sein, andererseits ist es nach außen ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des Miteinanders. Daher wird es auch öffentlich zugänglich sein und Platz für Information, Schulungen, Workshops und Feste bieten", so der Landeshauptmann.

LetterOfIntentFotoBgldLandemedienserviceDer Burgenländisch-Ungarische Kulturverein, der Kroatische Kulturverein im Burgenland, das Roma Service, das hkdc - Kroatisches Kultur- und Kokumentationszentrum, sowie die VHS der Roma und die VHS der Ungarn werden im Haus der Volksgruppen ihren fixen Platz finden.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: "Wir realisieren gemeinsam ein Jahrhundert-Projekt zum 100-jährigen Jubiläum des Burgenlands. Das ‚Haus der Volksgruppen‘ wird ein einzigartiger Ort der kulturellen Vielfalt und Begegnung sein."

Kosten

Die Kosten des Umbaus sind mit etwa 17 Millionen Euro veranschlagt. Das Land wird das Projekt vorfinanzieren und gemeinsam mit der Stadt Oberwart einen finanziellen Beitrag zu den Mietzahlungen leisten.

Ins Zentrum

Das alte Internat, das 1977 erbaut wurde, ist mit dem Gästehaus Oberwart verbunden, das als "Gastgeber" das Haus für Interessierte öffnet.

"Diese intensive und laufende Nutzung wird das Haus beleben, daher haben wir auch diesen Standort gewählt", erklärte Landeshauptmann und Kulturreferent Doskozil.

Zudem rückt das Haus die Volksgruppen nicht nur symbolisch, sondern auch örtlich ins Zentrum der Stadt. Das freut auch die Stadtgemeinde Oberwart, die das Projekt durch unterschiedliche Maßnahmen und Beschlüsse unterstützt.

Enorme Bereicherung

HausDerVolksgruppenOberwartFotoBgldLandesmedienserviceBürgermeister Georg Rosner: "Durch dieses Gebäude wird gemeinsam mit dem neuen Krankenhaus Oberwart, den umliegenden Sportstätten, dem Ärztezentrum, den Lokalen und Betrieben, den bestehenden Schulen sowie der in Planung befindlichen neuen Volksschule ein eigenes Viertel entstehen, das eine enorme Bereicherung für Oberwart darstellt." 

Aufwertung

Ludwig Frauer, der Vertreter des Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein zeigt sich höchst erfreut: "Die Realisierung wertet unsere Arbeit auf und legt den Grundstein dazu, dass der Fortbestand unserer burgenländischen Vielfalt auch in den nächsten Jahren fortbesteht und sich entwickelt."

Jahrhundertprojekt

Martin Ivancsics vom Kroatischen Kultur- und Dokumentationszentrum: "Es wird hier ein Jahrhundertprojekt geschaffen, das die identitätsgebende Rolle der burgenländischen Volksgruppen unterstreicht und gleichzeitig konkrete Vorteile für unsere Volksgruppenarbeit bringt. Dieses Projekt ist österreichweit einzigartig."

Zukunftschance

Der Kroatische Kulturverein im Burgenland sieht das geplante Volksgruppenhaus als Zukunftschance für einen verstärkten Austausch zwischen den burgenländischen Volksgruppen, für die Intensivierung des Miteinanders mit allen BurgenländerInnen und für die Sichtbarmachung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt des Landes Burgenland.

Ort der Begegnung

Josef Buranits, Vertreter des Kroatischen Kulturvereins im Burgenland: "Das Volksgruppenhaus soll ein Ort der Begegnung, des kulturellen Austausches sein und das friedliche Miteinander in Österreich und in Europa fördern.

Heimische Volksgruppen

"Das Burgenland schafft hier ein Vorzeigeprojekt in Europa. Die autochthonen burgenländischen Volksgruppen haben so die Möglichkeit, gemeinsam Projekte zu entwickeln und zu präsentieren", fasst Emmerich Gärtner-Horvath, Beiratsvorsitzender der Volksgruppe der Roma zusammen.

 

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