Der 8. August wird als Internationaler Tag der Tomate gefeiert und die Vitamin-Wunder in den Mittelpunkt gestellt. Für ÖsterreicherInnen, die jährlich pro Kopf 30,3 Kilogramm Paradeiser verspeisen, sind die Tomaten das absolute Lieblingsgemüse.
Im Bild: Paradeiser im Korb.
Aber die aus Südamerika stammende Frucht wurde vorerst in Europa eher kritisch betrachtet, heutzutage ist sie aus der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken.
30 Prozent aus dem Burgenland
Das Burgenland ist mit rund einem Drittel der Produktionsfläche flächenmäßig das größte Paradeiseranbauland in Österreich. Im Vergleich zu gesamt Österreich mit ca. 196 ha Tomatenproduktionsfläche entfallen mit 59 ha somit 30 Prozent auf burgenländischen Anbau (gefolgt von Wien mit 39 ha, der Steiermark mit 38 ha und Niederösterreich mit 34 ha). 2024 wurden im Burgenland zirka 16.670 Tonnen Paradeiser geerntet, davon rund 12 ha auf Freiland und 47 ha unter Glashaus und Folientunnel.
Tipp: senkt Herz-Kreislauf-Erkrankung
Ernährungsexperten empfehlen einen täglichen Verzehr von ca. 250 g Tomaten. Das entspricht etwa fünf mittelgroßen Früchten. Diese können Sie frisch genießen, braten, kochen oder backen – roh sind sie besonders kalorienarm. Der in Tomaten reichlich enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Lycopin wirkt stark antioxidativ und senkt somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Schmecken umami
Tomaten erfüllen die fünfte Qualität des Geschmackssinns. Neben süß, sauer, salzig und bitter gibt es umami. Das heißt übersetzt aus dem Japanischen "fleischig und herzhaft, wohlschmeckend". Auch Fleisch, Käse und Pilze können "umami" schmecken.
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- den Paradeiskonsum und die verschiedenen Sorten - hier
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Im Bild: Tag der Paradeiser am 8. August. Foto (c) LKBgld
Paradeiserkonsum in 20 Jahren verdoppelt
"Lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich bei Paradeiser vor 20 Jahren noch bei 16 Kilogramm, lassen sich die Österreicher pro Jahr im Durchschnitt rund 30kg schmecken. Das ist fast doppelt so viel. Daran erkennt man, dass die Paradeiser das Lieblingsgemüse der Österreicher ist", so LK-Präsident Nikolaus Berlakovich anlässlich des Tages der Paradeiser am 8.8.2025.
Der Selbstversorgungsgrad liegt in Österreich bei lediglich 20 Prozent, somit wird nur ein Fünftel des in Österreich verbrauchten Tomatenbedarfs durch heimische Produktion gedeckt.
2.500 Paradeisersorten
Von den weltweit rund 2.500 Paradeisersorten werden ca. 25 für die agrarische Hauptproduktion im Burgenland verwendet.
Busch- und Cocktailtomaten
Die bekanntesten Paradeisersorten in Österreich sind die Kremser Perle (eine Buschtomate), verschiedene Cocktailtomaten wie Picolino und Donna, sowie Fleischtomaten wie die Ochsenherztomate. Auch alte Sorten wie Grüne Zebra und Black Plum erfreuen sich großer Beliebtheit.
"Vom Geschmack und der Farbe sind bei den Paradeisern auf jeden Fall für alle etwas dabei: von saftig und süß bis hin zu fruchtig und säuerlich, von weiß über gelb bis hin zu dunkelviolett. Von den kleinen Cherry-Paradeisern bis hin zum berühmten großen Ochsenherz – der Phantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt", beschreibt Berlakovich und appelliert an die Konsumentinnen und Konsumenten: "Beim Einkauf immer auf die Herkunft schauen und wenn möglich heimische, regionale Lebensmittel kaufen."
Tag der Paradeiser 2020 im Burgenland
Anlässlich des "Tages der Paradeiser" 2020 präsentierten Seminarbäuerin Helga Bruckner und der Präsident der Burgenländische Landwirtschaftskammer Nikolaus Berlakovich in der Seminarküche im burgenländischen Eisenstadt (Österreich) einige Verwendungsmöglichkeiten der köstlichen Gemüsesorten. In Österreich werden auf 196 Hektar etwa 58.350 Tonnen Tomaten produziert. Im Burgenland, dem größten Paradeiserproduzenten Österreichs bauen ca. 65 Landwirte auf 62 Hektar Paradeiser an. Berlakovich: "Von den etwa 2.500 Paradeisersorten weltweit werden 25 Sorten für die Hauptproduktion in der Landwirtschaft herangezogen". Mehr über
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- die bekanntesten Paradeisersorten & weitere Bilder - hier
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- die Seminarbäuerin Helga Bruckner und die Tomaten-Sauce mit Videoclip - hier
Fotos: AP, SCHNAPPEN.AT
Soßen, Suppen, Salate & Ketchup
Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich liegt bei 30,3 Kilogramm. "Regionale Paradeiser sind aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Sie sind sowohl frisch, zum Beispiel als Bestandteil einer zünftigen Brettljause als auch verarbeitet wichtiger Bestandteil vieler Gerichte wie Socen, Suppen, Salate, Baquette, Ketchup und Smoothies.
Fotos: AP, SCHNAPPEN.AT
Gelb, orange, weiß und grün & heimische Qualität
Die Vielfalt der Tomaten ist enorm. Im Burgenland sind die bekanntesten Paradeisersorten runde Paradeiser, Rispenparadeiser und Cherry-Paradeiser. Berlakovich über die Ernte im Jahr 2020: "Es gibt Paradeiser in hervorragender Qualität. Folientunnel und Glashäuser schätzen das Gemüse vor Unwettern und garantieren eine einwandfreie Ernte. Konsumenten sollten beim Einkauf zur regionalen Ware greifen, die mit dem AMA-Gütesiegel oder dem AMA-Biozeichen gekennzeichnet ist."
Fotos: AP, SCHNAPPEN.AT
Paradeiser & Tomate
Den Namen Paradeiser erhielt die Tomate vom Begriff "Paradiesapfel". Cira 700 vor Christus bauten die Mayas und andere Völker Paradeiser an. In der Aztekensprache trugen die Paradeiser den Namen "Tomatl", was "dickes Wasser" heißt. Daher stammt die Bezeichnung Tomate.
Wasser & viele Vitamine
Der Wasseranteil der Tomaten oder Paradeiser beträgt über 90 %. Trotz des hohen Wasseranteils enthalten Paradeiser viele wertvolle Nährstoffe z.B. 13 Vitamine wie Vitamin A, B1, B2, C oder E, 17 Mineralstoffe wie Kalium oder Spurenelemente, Fruchtsäuren, u.v.m.
Tomatensauce einfach zubereitet
Seminarbäuerin Helga Bruckner erklärt, wie es funktioniert.
Fotos: AP, SCHNAPPEN.AT
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