Am 6. Februar 2026 fand in 16 prunkvollen Sälen der Wiener Hofburg (Österreich) mit dem Sankt Sava Ball der Serbischen Gemeinschaft, ein besonderes Ball-Highlight in Wien statt.
Im Bild: Feierliche Eröffnung beim Sankt Sava-Ball in der Wiener Hofburg.
Mehr als 3.000 Gäste
Den 27. Sankt-Sava-Ball, der die serbische Kultur mit der österreichischen verbindet, besuchten mehr als 3.000 Ballgäste aus 25 verschiedenen Ländern, die teils eigens für die Ballveranstaltung nach Österreich anreisten.
Walzer- und Balkan-Musik
Zu Walzer-Klängen, temperamentvollen Balkan-Rhythmen und serbischer Musik wurde beim Sava-Ball bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.
Krsna Slava
Ein begehrter Anziehungspunkt am Sava-Ball 2026 war der "Krsna Slava" des serbischen Schutzpatronenfestes, das als immaterielles Kulturerbe vorgestellt wurde.
Im Bild: Serbische Slava in der Wiener Hofburg.
Serbien und Österreich
"Der Sankt-Sava-Ball blickt auf eine Tradition bis ins Jahr 1846 zurück. Unser Ziel ist es, serbische und österreichische Kultur in einem zeitgemäßen Rahmen zusammenzuführen. Dass wir die ,Krsna Slava‘ erstmals im Rahmen der Wiener Ballsaison einem internationalen Publikum präsentieren konnten, ist ein wichtiger Schritt", sagte Ballobmann Milan Vidović über den Sava-Ball, der den hohen Stellenwert als kulturelle Großveranstaltung mit internationaler Ausstrahlung einmal mehr bezeugte.
Wiener Sankt Sava-Ball-Walzer
Einer der großen musikalischen Höhepunkte des Abends war die Uraufführung des "Wiener Sankt-Sava-Ball-Walzers", komponiert und arrangiert von Fedor Vrtačnik. Die Premiere knüpfte an die historische Aufführung der "Serbenquadrille" von Johann Strauss (Sohn) an, die 1846 beim damaligen Wiener Slawenball erstmals gespielt wurde, und setzte zugleich einen zeitgenössischen Akzent.
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Foto (c): PK, AP, SCHNAPPEN.AT
Sava-Ball: Charity-Projekt, Künstler & viele prominente Gäste
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war das Charity-Projekt, bei dem im Rahmen einer Spendenaktion für die Familie Dimić aus Mogila in Kosovo und Metochien gesammelt wurde. Das Projekt, das in Kooperation mit der Stiftung "Tamara Grujić" zustande kam, dient der Renovierung des Wohnhauses der Familie. Die Familie war anlässlich des Balls nach Wien eingeladen worden.
Im Bild: Einzug der Ehrengäste beim Serbischen Sankt Sava-Ball in der Wiener Hofburg.
Der humanitäre Gedanke
"Der humanitäre Gedanke ist ein fester Bestandteil dieser Veranstaltung. Umso mehr freut es uns, gemeinsam konkrete Hilfe leisten zu können", betonte Tamara Grujić.
Unterstützt wurde der Charity-Schwerpunkt auch durch eine Benefizauktion in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste in Belgrad. Studierende stellten dazu einige Werke zur Verfügung und ergänzten die Aktion durch ausgewählte Kunst- und Sammlerstücke. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das signierte Werk von Ivo Andrićs "Der verdammte Hof".
250 Mitwirkende bei Musik und Tanz
Beim Sava-Ball 2026 in der Wiener Hofburg gastierten viele KünstlerInnen aus Österreich und aus der Balkanregion, wie u.a. Aleksandra Radović, Bojan Marović, Tijana Bogičević und die Gruppe S.A.R.S..
Im Bild: 250 Mitwirkende an musikalischer und tänzerischen Gestaltung.
Insgesamt wirkten mehr als 250 Personen an der musikalischen und tänzerischen Gestaltung des Abends mit, bei dem viele Ehrengäste aus Kultur, Öffentlich und Gesellschaft mitfeierten.
VertreterInnen aus Kultur, Öffentlichkeit und Gesellschaft zählten ebenfalls zu den Gästen.
Feierliche Ball-Eröffnung in der Wiener Hofburg
Foto (c): PK, AP, SCHNAPPEN.AT
Die Serbische Slava in der Wiener Hofburg
In Serbien wird mit der Slava ein großes Fest, das immer am Tag des Schutzpatrons der jeweiligen Familie stattfindet, gefeiert.
Im Bild: Der traditionell gedeckte Tisch der serbischen Slava.
Traditionelle Familienfeier
Zur traditionelle Familienfeier, bei der der Schutzpatron der jeweiligen Familie geehrt wird, kommt in Serbien die ganze Familie zusammen um gemeinsam zu essen, zu singen und zu feiern. Zur Slava wird nicht geladen, die Verwandten und Freunde kommen einfach und der Gastgeber bewirtet jeden Besucher und jede Besucherin reichlich.
Slava, wie Weihnachten und Ostern zugleich
Was aber, wenn man zur Slava der Familie etwas anderes vor hat, wollten wir wissen. "Die Slava ist so wichtig, da hat niemand etwas anderes vor. Das ist für uns so wie Weihnachten und Ostern zugleich", werden wir über das traditionelle serbische Familienfest aufgeklärt.
Traditionell gedeckt
Auch bei der Slava am Sava-Ball 2026 in der Wiener Hofburg stand die Tür für alle Ballgäste geöffnet, um am traditionell gedeckten Tisch Platz zu nehmen und das Slava-Brot, kleine Gerichte, Kuchen und Wein zu genießen.
Fotos (c): PK, AP, SCHNAPPEN.AT
Slava in der Hofburg
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