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Burgenlands IV-Präsident ruft zur Teilnahme an EU-Wahlen auf

Gerade, weil die aktuellen politischen Ereignisse in Österreich alles überschatten, betont der Präsident der Industriellenvereinigung Burgenland Manfred Gerger, nicht darauf zu vergessen, wie wichtig die EU-Wahlen am 26. Mai 2019 für Europa und Österreich sind. Er ruft die Burgenländer und Österreich eindringlich zur Teilnahme an der EU-Wahl auf. Mehr über

Der Präsident der IV-Burgenland über die EU-Wahlen. Foto: Wilhelm Böhm

Foto/Redaktion: Wilhelm Böhm

 

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Der IV-Präsident über Gefahren, Rechtspopulismus & Proeuropa

Manfred Gerger, der Präsident der Industriellenvereinigung im Burgenland: "Ein Gründungsmitglied der Europäischen Union will raus aus der Gemeinschaft und trotz der FPÖ-Affaire in Österreich sind bei der kommenden EU-Wahl große Zugewinne für europakritische Parteien möglich. Viele Wähler rechtspopulistischer Parteien eint wirtschaftlicher Pessimismus. Sie erleben sich als benachteiligt, sie fürchten ihren Abstieg und schätzen – teils irregeführt von Fake News – die Lage völlig falsch ein. Damit durch sie nicht die zerstörerischen Kräfte in der EU die Oberhand gewinnen, müssen die proeuropäischen Kräfte durch eine hohe Wahlbeteiligung gestärkt werden."

Gerger weiter: "Europa droht auch noch eine andere Gefahr, denn die USA und auch Russland sind ebenfalls daran interessiert, Europa eher zu schwächen, als es zu stärken".

Kann ein Land allein Themen wie äußere Sicherheit, Migration oder Klimawandel alleine lösen?

Manfred Gerger, IV-Präsident im Burgenland. Foto: Wilhelm Böhm

Manfred Gerger: "Nein. Themen wie Migration, äußere Sicherheit, internationaler Handel, Digitalisierung, Cyberangriffe oder der Klimawandel kann kein Land alleine lösen. Allerdings sehen das leider nicht alle Wähler so. Viele wünschen sich wieder nationalstaatliche Lösungen, sehen die EU eher als Teil des Problems anstatt als Teil der Lösung und wollen Europa schwächen oder zerstören. Diesen EU-Bürgern ist klar zu machen, dass nur ein gemeinsames, starkes Europa für Wohlstand, demokratische Grundrechte und seine vier Freiheiten sorgen kann und Österreich, insbesondere das Burgenland, enorm von diesen Errungenschaften profitiert haben, wenngleich das mitunter ein schwieriges Unterfangen ist."

Aber wo brauchen wir mehr und wo weniger 'Europa'?

Manfred Gerger: "Auch die EU muss ihre volle Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Wir brauchen ein Mehr an Europa wo notwendig – etwa im Sinne eines Voranschreitens einer Gruppe an Mitgliedstaaten – bei einer gleichzeitig intelligenten Begrenzung auf das Wesentliche. Auch wird die Dringlichkeit vieler Probleme derzeit nicht geringer. Dazu müssen wir auch einen Modus für raschere und effizientere Beschlussfassungen finden. Wir brauchen moderne Wirtschaftsabkommen, eine Verteidigungsunion, den Abbau und das Vermeiden von bürokratischen Hürden, eine Vertiefung der Währungsunion, mehr Mittel für Forschung und Entwicklung und eine internationale Klimadiplomatie."

Was hat es mit der IV-Broschüre "Europa 2030" auf sich?

Manfred Gerger: "Voraussetzung für diese wichtigen Vorhaben in der EU ist, das Interesse an einem starken Europa zu bekunden. Die Industriellenvereinigung hat den Bürgern in den letzten Tagen die Broschüre „Europa 2030" zugeschickt. Diese ist eine gute Basis um brisante EU-Themen mit Mitarbeitern, Verwandten, Bekannten, Schülerinnen und Schülern zu diskutieren und zu beurteilen. Dementsprechend, wünsche ich mir von allen wahlberechtigten Landsleuten bei der kommenden Europawahl gut informiert teilzunehmen und somit ein starkes Zeichen für ein gemeinsames Europa zu setzen!"

 
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