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VHS Burgenland: Bildungsexperten über Chancen am Arbeitsmarkt

Im Haus der Begegnung in Eisenstadt im Burgenland (Österreich) tagten die Volkshochschulen zum zehntenmal im Jahr 2017, um sich mit den Herausforderungen der Globalisierung, Flexibilisierung und Digitalisierung zu beschäftigen. Dabei deutete man zum Thema "Zukunft der Arbeit - Kompetenzen der Zukunft" auf die Bedeutung von Basiskompetenzen für die derzeitigen und auch künftigen Intgrationschancen am Arbeitsmarkt hin. Mehr über


Aktuelle Themen der Burgenlaendischen Volkshochschule - hier

 

 
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Fotos / Redaktion (c): Wilhelm Böhm

 

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Lesen, Schreiben & Rechnen

DrChristineTeuschlerFotoPrinzSCHNAPPENatMehr als 10 Jahre setzen sich die Burgenländischen Volkshochschulen mit dem Thema „Analphabetismus in unserer Gesellschaft“ auseinander. Neben konkreten Angeboten zu Lesen, Schreiben und Rechnen bzw. Basisbildung und zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses, ist es für Christine Teuschler und Elisabeth Deinhofer, den beiden VHS-Geschäftsführerinnen,ein wichtiges Anliegen, auch mit Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen auf das Problem von Bildungsarmut in unserer Gesellschaft hinzuweisen und sich in jährlichen Fachtagungen auf wissenschaftlicher Basis dem Thema zu widmen.

Darauf basierend diskutierten bei der 10. Fachtagung der Burgenländischen Volkhochschulen Wirtschafts- und BildungsforscherInnen mit ExpertInnen aus dem Bildungsbereich und der Arbeitsmarktpolitik die bereits in Gang gesetzten Veränderungen in der Berufs- und Arbeitswelt aufgrund der Trends in Richtung Globalisierung, Flexibilisierung und Digitalisierung.

 

 

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Gesellschaftliche Herausforderungen 

2017VHSTagungEisenstadtFotoWilhelmBoehmWas sind hier die gesellschaftlichen Herausforderungen? Was bedeutet das für die einzelnen Menschen, und hier vor allem für bildungsbenachteiligte und geringqualifizierte Personengruppen?

Voraussetzung für digitale Technologien

Für Julia Bock-Schappelwein vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) zeigen schon die letzten Jahrzehnte massive Veränderungen der Wirtschaftssektoren und der Berufsstruktur in Österreich und im Burgenland, die sich angesichts der laufenden Diskussion um Industrie 4.0 und Digitalisierung nur noch weiter verstärken werden: „ Mit dem Fazit, dass auch hier ausreichende Lese- und Schreibkompetenzen eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die Nutzung digitaler Technologien sind.“

 

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Veränderung des Lernens

AMSArbeitsmarktserviceOesterreichHerbertBuchingerFotoWilhelmBoehmAuch Wolfgang Bliem vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (IBW) sieht die Veränderungen in der Berufs- und Arbeitswelt nicht nur als Digitalisierungsthema: „Angesichts der Tatsache, dass wir heute Menschen auf Berufe und Tätigkeiten vorbereiten müssen, die es heute teilweise noch gar nicht gibt, braucht es eine Veränderung des Lernens, wo wir darauf schauen müssen – wie wir lernen - und dass Bildungsbenachteiligte hier nicht zusätzlich benachteiligt werden."

Roland Löffler vom Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung (ÖIBF) beschreibt die Auswirkungen auf die ArbeitnehmerInnen und die Veränderung der Arbeitsorganisation vor dem Hintergrund verschiedener Entwicklungsszenarien: „ Dabei gibt es sowohl große Risiken vor allem für Geringqualifizierte und ArbeitnehmerInnen ohne Weiterbildungsbereitschaft, aber auch Chancen, wobei der mehrmalige Berufswechsel im Laufe einer Erwerbskarriere die Norm werden wird."

Löffler weiter: "Hier  braucht es auf jeden Fall eine fundierte Erstausbildung mit stärkerer Betonung von Schlüsselkompetenzen und fachübergreifende Kompetenzen und die Ermöglichung und Bereitschaft für laufende Weiterbildung."

Und Herbert Buchinger, der Vorstandsvorsitzende des Österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS), sieht angesichts der Digitalisierung als den aktuellsten Trend in der Arbeitswelt auch eine arbeitsmarktpolitische Konsequenz: “Anwendungskompetenzen für digitale Technologien in allen Berufsbereichen sind zu erhöhen."

 

 

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