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Weinritter stehen für Vielfalt in vereintem, friedlichen Europa

PraesidentOrdoEquestrisViniEuropaeFotoWilhelmBoehmAm 22. Oktober feiert der Europäische Weinritterorden das internationale Stiftungsfest 2016. Eidgenossen aus ganz Europa werden wieder öffentlich ein deutliches Zeichen für ein vereintes Europa setzen.

Die Weinritter verstehen sich auch als Friedensritter. Wie sie das umsetzen und was den Weinrittern noch wichtig ist, verdeutlicht Magister Generalis Consul Prof. Alfred R. Tombor-Tintera vom Europäischen Weinritterorden im Interview mit SCHNAPPEN.AT. Consul Prof. Tombor-Tintera über


Aktuelle Themen des Ordo Equestris Vini Europae
 
 

 Redaktion/Fotos: Wilhelm Böhm

 

Stiftungsfest der Europäischen Weinritterschaft

 

ConsulPrimusProfAlfredRakocziTomborTinteraFotoWilhelmBoehmSCHNAPPEN.AT: Das Stiftungsfest der Europäischen Weinritterschaft steht vor der Tür. Wie fällt die Bilanz seit dem letzten Stiftumgsfest aus?

Consul Tombor-Tintera: Im Sinne der Verhältnismäßigkeit zur gewachsenen ritterlichen Eidgenossenschaft war natürlich viel Arbeit zu erledigen. Beim heurigen Stiftungsfest manifestiert sich das sichtbar über den aktuellen EU-Ratsvorsitz durch die Slowakei. Aber auch das 25-jährige Bestandsjubiläum des Consulates Slowenien sowie die Neugründung des Consulats Georgien, die auch ihre Weine präsentieren, sind vorrangige Schwerpunkte des diesjährigen Stiftungfestes.

SCHNAPPEN.AT: Gibt es noch weitere, inhaltliche Schwerpunkte?

Consul Tombor-Tintera: Inhaltlich war sicherlich die dritte Dissertation von Senatshistoriker Absenger, wo die Ordensgeschichte des Ordens Ordo Equestris Vini Europae wissenschaftlich aufgearbeitet wurde, ein Höhepunkt.

 

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"Elite hat immer Wein getrunken"

 

ProfAlfredRTomborEuropaeischeWeinritterschaftFotoWilhelmBoehmSCHNAPPEN.AT: Die Weinritterschaft wächst weiter. In welchem Umfang kann man das definieren?

Consul Tombor-Tintera: Der Bedarf und das Interesse ist in ganz Europa in hohem Maße da, denn Elite hat immer Wein getrunken und das verbindet über Grenzen hinweg.

SCHNAPPEN.AT: Läuft die Entwicklung national und international pararell oder gibt es Unterschiede?

Consul Tombor-Tintera: Das Entwicklungsgesetz ist der Zufall und es kommt immer auf die handelnden Personen an. Die Interessierten und Wachen gehen den Weg mit uns. Das heißt, es schließen sich uns österreichweit und darüber hinaus europaweit tolle Persönlichkeiten an. Das hat sich auch wieder mit der Gründung des Consulates Luxemburg gezeigt aber auch bei Ritterfesten in Mallorca und Zypern.

SCHNAPPEN.AT Hat sich in den letzten Jahren der kulturdiplomatische Auftrag des Weinritters geändert oder weiter entwickelt?

Consul Tombor-Tintera: Hauptaugenmerk ist es, durch die kulturellen Positionierungen den Frieden in Europa und der Welt zu sichern. Daher kommen wir immerwieder zu unserer Hauptarbeit für Freiheit, Freude, Freundschaft und Frieden zu wirken.

 

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Friede in Europa in Gefahr

 

ImGespraechEuropaeischeWeinritterschaftTomborTinteraFotoWilhelmBoehmSCHNAPPEN.AT Wie sehen sie die aktuelle politische Situation in Europa und Österreich?

Consul Tombor-Tintera: Die Lage kann nicht schön geredet und nur global gelöst werden, wobei die Sicherung des inneren und äußeren Friedens erste Priorität haben muss.

SCHNAPPEN.AT:  Ist der Friede wirklich in ernsthafter Gefahr?

Consul Tombor-Tintera: Ja, es sprechen leider einige Anzeichen dafür.

SCHNAPPEN.AT: Wo können da die Weinritter besonders stark für Ausgleich sorgen?

Consul Tombor-Tintera: Durch die Pflege der vielen internationalen Freundschaften, die es innerhalb der Weinritterschaft gibt.

SCHNAPPEN.AT: Wie obliegt es dem Wein zur Friedfertigkeit beizutragen?

Consul Tombor-Tintera: Der Wein stiftet zur Freude an und damit kommt das Gemeinsame automatisch vor das Trennende. Er fehlt weder im persönlichen Bereich bei Taufe, Hochzeiten oder Begräbnissen und hat auch oft bei weltpolitischen Entscheidungen eine positive Rolle gespielt.

 

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Weinjahrgang 2016: Qualität sehr gut

 

AlfredRakocziTomborConsuoPrimusProfessorImInterviewFotoWilhelmBoehmSCHNAPPEN.AT: Wie wird der Wein Jahrgang 2016?

Consul Tombor-Tintera: Durch Frost und Hagel für das Burgenland quantitativ ein sehr bescheidener aber qualitativ ein sehr guter Jahrgang, der trotzdem zur Freude Anlass gibt. Wobei ich selber in der glücklichen Lage war, auch quantitativ weder beim Welschriesling noch beim Pinot Noir große Einbußen zu verzeichnen.

SCHNAPPEN.AT: Wie zufrieden sind sie mit der burgenländischen Weinwirtschaft?

Consul Tombor-Tintera: Wir sind auf einem sehr hohen Niveau und dürfen nicht nachlässig werden. Bestehende nationale und internationale Kontakte gehören stets gepflegt und erweitert.

In erster Linie ist natürlich jeder Winzer für seinen Erfolg verantwortlich, aber es muss auch das Zusammenspiel mit den umgebenden Strukturen und Verbänden und deren werblichen Möglichkeiten passen.

 

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Weinwirtschaft & die große Geschichte

 

AlfredRakocziTomborTinteraWeinritterschaftFotoWilhelmBoehmSCHNAPPEN.AT: Wie arbeiten die Weinritter direkt mit der Weinwirtschaft zusammen?

Consul Tombor-Tintera: Zum größten Teil durch die Eidgenossen selbst, von denen sehr viele direkt im Weinbau selbständig tätig sind. Da gibt es einen stetigen Austausch.

SCHNAPPEN.AT: Die Weinritterschaft hat eine große Geschichte. Wie aber sieht die Zukunft aus?

Consul Tombor-Tintera: Nur wenn man weiß woher man kommt, weiß man auch wohin man geht und wie man die Zukunft gestalten möchte. Dazu haben wir begleitend unser Programm und unsere Statuten, die wir immer aufs Neue versuchen zu verwirklichen.

SCHNAPPEN.AT: Womit sich der Kreis schließt. Denn das alles zeigt sich am Stiftungsfest?

Consul Tombor-Tintera: Dem ist so. Hier wird die Vielfalt in der europäischen Einheit dargestellt.

 

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