Industriellenvereinigung Burgenland fordert "JA zu CETA"

Entsetzt zeigen sich der Präsident der Industriellenvereinigung Burgenland, Manfred Gerger und IV-Bereichsleiter "Internationale Beziehungen", Mag. Michael Löwy, darüber, dass Bundeskanzler Christian Kern wegen einer alles andere als österreich- repräsentativen Umfrage unter SPÖ Mitgliedern das Freihandelsabkommen CETA zwischen Kanada und der EU zu Fall bringen könnte. Beide fordern vom Kanzler umgehend eine Kurskorrektur und die Zustimmung zu CETA. Mehr über

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Redaktion / Fotos (c): Wilhelm Böhm

 
Industriellenvereinigung Burgenland zu CETA und TTIP

GergerManfredIndustriellenvereinigungBurgenlandPraesidentFotoWilhelmBoehmEs könne, so Manfred Gerger, nicht sein, dass rund 10.000 SPÖ Mitglieder durch eine populistische Befragung eine Entscheidung herbeiführen, die Österreich vom internationalen Markt isolieren und viele Arbeitsplätze kosten kann. "Das wäre eine Blamage für Österreich, die uns teuer zu stehen kommt," zeigt Gerger Unverständnis darüber, dass man nun einen für unser Land sehr guten Vertrag verhindern möchte, der über Jahre hinweg unter Einbeziehung Österreichs ausgehandelt wurde und seit zwei Jahren fix und fertig ist.

Gerger hofft, dass Kern aus dieser Situation in die er sich hin manövriert hat, wieder herauskommt: "EU und Kanada haben erkennen lassen, durch Zusatzerklärungen einer allgemeinen Verunsicherung entgegenzuwirken. Wenn dadurch Kern und die SPÖ ohne Gesichtsverlust aus der Misere herauskommen, dann soll uns das auch recht sein. Wichtig ist, dass Österreich CETA mitträgt und letztlich davon auch enorm profitiert."

 

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"Exportsteigerung bei CETA"

Denn heimischer Export und Arbeitsmarkt wären auf Wachstumsimpulse durch CETA und TTIP angewiesen. Allein bei CETA würden Studien eine Exportsteigerung Österreichs um 50 Prozent ausweisen, wobei Kanada für das Burgenland schon jetzt der viertwichtigste Überseemarkt sei und es sich mit den USA ähnlich verhalte. Den Vorwurf, die IV hätte sich zu CETA viel zu spät zu Wort gemeldet, lässt Gerger nicht gelten: "Wir haben uns im Zuge der Verhandlungen ständig eingebracht aber an sich ist das ein Thema der Politik und nicht der Interessensvertretung. Da die Causa nun aber eine so unerwartet, gefährliche Wendung genommen hat, ist es für uns unerlässlich sich klar zu positionieren. Dabei sei auch erwähnt, dass CETA nicht den großen Konzernen, sondern vielmehr den Klein- und Mittelbetrieben bei der Abwicklung von internationalen Geschäften hilft. CetaFotoWilhelmBoehm


Wichtig ist daher eine ganzheitliche Betrachtung der Fakten. Denn es geht ja nicht nur um die positiven wirtschaftlichen Folgen von CETA und TTIP, die durch den Abbau von Zöllen, der Öffnung der öffentlichen Beschaffungsmärkte sowie durch vereinfachte Produktzulassungsverfahren erreicht werden. Von Gegnern des Freihandels werden oft die negativen Folgen eines Nicht-Zustandekommens beider Abkommen ignoriert", ergänzte Mag. Michael Löwy, IV-Bereichsleiter Internationale Beziehungen".

 

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"Ohne CETA und TTIP steht Europa im Abseits"

So seien andere Handelsverträge wie TTIP („Trans Pacific Partnership", bestehend aus USA, Kanada, Japan, Mexiko, Australien und anderen) bereits abgeschlossen. Ohne CETA und TTIP steht Europa international im Abseits. Während wir weiter Zölle abführen müssten, wären etwa japanische Unternehmen davon befreit. Der Wettbewerbsnachteil liegt auf der Hand", so Löwy, der abschließend ebenfalls für mehr Sachlichkeit in der Debatte plädierte: Globalisierung findet statt, ob mit oder ohne uns. Es wäre unverantwortlich, auf Möglichkeiten zu verzichten, sie aktiv und in unserem Sinne zu gestalten.

Faire Handelsregeln, eine zentrale Rolle Europas bei der Gestaltung internationaler Standards sowie wertvolle Impulse für den heimischen Export und damit für Wachstum und Arbeitsplätze können und dürfen wir uns daher nicht entgehen lassen."

 

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