Auf Initiative der Volkshilfe Österreich ging am 4. Juli 2013 im Arkadenhof des Wiener Rathauses ein musikalischer Gig mit besonderem Hintergrund über die Bühne. Mehr über

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Text und Fotos (c): Wilhelm Böhm

13 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet

"Die Nacht gegen Armut" soll, so Volkshilfegeschäftsführer, Mag. Erich Fenninger, wieder ein besonderes Zeichen setzen: "Dank des äußerst mitreißenden Line-ups mit Parov Stelar Trio, Moonlight Breakfast und De Phazz kann sich das Publikum auf tollen musiklaischen Abend fragen, wobei der Erlös dieses Benfizkonzertes an von der Armut Betroffene in ganz Österreich geht."

Es solle aber auch bewusst gemacht werden, wie unglaublich viele Haushalte und Einzelpersonen in einem Sozialstaat wie Österreich in tiefster Armut leben: "1.051.000 Menschen, das sind 13% der Bevölkerung sind bei uns armutsgefährdet - davon 253.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. 431.000 Menschen, also rund 5%, sind manifest arm."

 

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Musik gegen Armut

Dieser tristen Lage wollte sich auch Nova Music Entertainment Geschäftsführer, Ewald Tatar, nicht verschließen. Bei 1.246.000 Menschen in Österreich, das sind 15% der Gesamtbevölkerung, die 2011 von finanzieller Deprivation betroffen waren, war es für ihn eine Notwendigkeit sich in das Projket einzubringen. Ihm ist es zu verdanken, dass Moonlight Dreakfast mit einem erfrischenden Mix aus Soul, Jazz, Dance Music und Elektro den Abend starten, ehe De Phazz mit einer Mischuung aus Jazz und Pop begeistern werden. (De Phazz bei einem Auftritt in Wien - hier)

Headliner des Abends ist das Parov Stelar Trio, der eindeutig heißeste Musikexport, den Österreich derzeit zu bieten hat. (Parov Stelar bei einem Auftritt im Burgenland - hier)

 

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Interview mit Ewald Tatar

NachtgegenArmutGFNovaMusicEwalfTatarFotoBoehmSCHNAPPEN.AT: Ewald, wie siehst Du die Armutsituation generell in Österreich?

Ewald Tatar: Grundsätzlich wurde mir die Situation erstmals so richtig bewusst, als ich mit Erich Fenninger drüber gesprochen habe. Da bin ich draufgekommen, dass es in Österreich sehr wohl Armut gibt und noch dazu in etlichen Fällen sehr, sehr schlimme. Es gab von mir sofort ein klares Ja, als mich Erich bat, diese Aktion zu unterstützen. Ich war vom Gedanken -Nacht gegen Armut - sofort begeistert und hoffe, dass wir in den nächsten Jahren noch sehr viel schönes, sprich auf viel Geld, für die Bedürftigen, zusammenbringen.

SCHNAPPEN.AT: Gibt es ein allgemeines Informationsdefizit bezüglich Armut in Österreich?

Ewald Tatar: Das ist vielleicht ein Thema, das einen nicht so tangiert und das in den Medien auch meistens untergeht. Aber mit solchen Veranstaltungen kann man auf die Problematik aufmerksam machen und auch eine gewisse Breitenwirkung erreichen. Weil man alles in einen Abend verpacken und bei guter Laune weitergeben kann. Wenn nach einem solchen Konzert 500 Leute rausgehen und sich Gedanken zum Thema machen, haben wir eigentlich den Sinn und Zweck erreicht.

SCHNAPPEN.AT: Hat Kultur und Kunst Potential um in dieser Richtung noch mehr zu tun oder gibt es schon genug Charity-Veranstaltungen?

Ewald Tatar: Zu viel kann es nie sein. Man muss aber immer drauf schauen, dass es in gewisser Weise auch Qualität gibt - verbunden mit den nötigen Informationen. Es soll nicht auf Kosten des Spaßes der Sinn und Zweck und die Information verloren gehen. Aber
es soll auch nicht nochmal das Schlechte in schlechter Aura vermittelt werden. Es muss alles in guter Stimmung passieren. Wenn dies der Fall ist, geht man auch in solcher Stimmung auch nach Hause und denkt leichter darüber nach, was man in seinem Umfeld machen kann, um die Situation zu verbessern.

SCHNAPPEN.AT: Die intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema betrifft dich nun auch persönlich?

Ewald Tatar: Ja, so ist es und wie gesagt war ich bei diesem Projekt sofort und gerne dabei, weil ich nicht verschwitzen möchte, dass es massive Armut in Österreich gibt. Und dies ist mein Beitrag die Öffentlichkeit für dieses Thema viel mehr zu
sensibilisieren. 

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  • Eindrücke von der Nacht gegen Armut 2017 - hier
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